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Wo andere Urlaub machen

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Mitte Oktober des vergangenen Jahres starteten rund 3000 Erstsemester (Erstis) in das Wintersemester der Universität Konstanz. Doch vor diesem großen Tag galt es noch einiges zu tun. Hier die wichtigsten Dinge auf einen Blick: 

 

Wohnungen


Da rund ein Viertel der 85 000 Einwohner von Konstanz Studenten sind, sieht es auf dem Wohnungsmarkt relativ schlecht aus. Freie Wohnungen sind schwer zu finden und vor allem sehr teuer. Auch die zahlreichen Studentenwohnheime können nur wenig ausrichten. Viele Abiturienten bekommen ihre Zusage für ein Studium erste Ende August, dann haben andere ihre Bewerbung um einen Wohnheimplatz schon längst eingereicht. Teilweise stehen Wohnungen nur zur Zwischenmiete für ein, zwei Monate zur Verfügung. Das reicht aber nicht für ein ganzes Semester aus, das sich im Winter auf fast viereinhalb Monate beläuft. Die Wohnungspreise liegen grob geschätzt zwischen 230 und 500 Euro. Nach oben gibt es je nach Bedarf und Wunsch keine Grenzen. Dazu kommen noch die üblichen Nebenkosten wie Wasser und Strom, Müll und Rundfunkgebühren. Eine weitere Möglichkeit ist es, dass die Eltern eine Annonce im Internet aufgegeben und gemeinsam nach Wohnungen gesucht wird. Manchmal bleibt einem aber nichts anderes übrig, als vorerst in einer Pension oder bei Freunden zu wohnen. 

 

Einführung


Die Universität Konstanz bietet am Wochenende vor der Einführungswoche eine Veranstaltung namens "Eltern auf dem Campus" an. Dort könnt ihr euch gemeinsam mit euren Eltern das Unigelände anschauen, eine Probevorlesung besuchen und bei Kaffee und Kuchen schon mit anderen Erstis, vielleicht sogar aus eurem Fachbereich, in Kontakt treten. Danach steht endlich der erste Tag bevor. Manche sind aufgeregt, für andere ist es nur ein kleiner Schritt in ihrer Laufbahn. Gefühlt haben sich die meisten wohl wie einer unter Tausenden.

Und dieses Gefühl lässt auch im weiteren Verlauf des Studiums nicht nach, denn unter 600 Studenten in einer Vorlesung aufzufallen, kann sich recht schwierig gestalten. Andererseits gibt es auch kleine Kurse mit zwölf bis 20 Personen, wo sich auch eher Gemeinschaften bilden. Generell ist es einfach, neue Leute kennenzulernen. Sei es in der Bibliothek (Bib) oder in der Mensa. Das ist in Konstanz übrigens die schönste in ganz Deutschland. Der Grund hierfür ist der Ausblick auf den Bodensee. Das Essen allerdings nicht mal ein Instagram-Bild wert, der Geschmack aber in Ordnung. Oder aber man trifft sich in einer der Vorlesungen, einem Proseminar oder Kurs. 

 

Stundenplan


Auch Partys gibt es, vor allem in der Einführungswoche, zur Genüge. Jeden Morgen werden überall Flyer verteilt. Die Qual der Wahl hat man aber nicht nur bezüglich der Partylocation, sondern auch wegen der Zusammenstellung des eigenen Stundenplans. Dort stehen einem nämlich so ziemlich alle Wege offen.

Zwar gibt es ein Modulhandbuch, das sagt, in welchem Semester es empfehlenswert wäre, welche Kurse zu belegen sind, doch im Endeffekt liegt die Entscheidung bei einem selbst. Ein Tipp unserer Professoren war, dass wir am Anfang nur sechs bis neun Doppelstunden pro Woche haben, um uns besser an das neue Lernen zu gewöhnen. Somit ist am Donnerstag für einige schon Wochenende und die Fahrt in den Heimatort steht an. Das heißt aber nicht pure Entspannung. Dort muss man fleißig nachbereiten, Hausaufgaben machen und sich für die nächste Vorlesung vorbereiten. 

Um sein Studium erfolgreich zu bestehen, werden sogenannte Credit-Points gebraucht. 180 benötigt man für ein Bachelor-Studium. Als Beispiel das Fach "Structure and History of English I":  Gebraucht werden sechs Credits, das sind umgerechnet 180 Arbeitsstunden pro Semester und zehn bis zwölf pro Woche. Die Arbeit außerhalb der Uni ist also größer, als der dort verbrachte Aufwand. Wenn dann noch Prüfungen anstehen, bleibt fast keine Zeit mehr für andere Aktivitäten, sei es Sport, eine Hochschulgruppe, Freunde oder Familie. Die meisten Studenten verbarrikadieren sich in der Bib oder in ihrem eigenen Zimmer und hoffen auf ein Wunder. Wenn es dann geschafft ist, rauchen zwar die Köpfe, aber die Mehrheit ist zufrieden mit ihrem Ergebnis

Studieren ist zwar nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. Mit genügend Motivation und Durchhaltevermögen ist (fast) alles zu meistern. Und der Seeblick lässt in Konstanz den Stress oft schnell vergessen sein. 

 

Studium


Das Verlassen des Gymnasiums ist wie ein Ritterschlag: Du hast die Abiturprüfungen bestanden und fühlst dich bereit für eine unbeschriebene Lebensphase. Mit dem Abitur im Gepäck verfügst du über die Eintrittskarte zur Welt der Universitäten und Hochschulen. Da die Studiengänge heutzutage immer spezifischer werden, kannst du zu deinem Interessensbereich auch mehrere Kurse finden, die dir zusagen.

Diese können eine Regelstudiendauer von sechs bis zehn Semester umfassen und einem sogenannten "Numerus Clausus" unterliegen, der die Zulassung einschränkt. Stimmt deine Abiturdurchschnittsnote mit den Vorschriften überein, erwarten dich während deines Studiums nicht nur Seminare, Prüfungen, Referate, Hausarbeiten und jede Menge Arbeit, sondern auch der als "beste Zeit" bezeichnete Lebensabschnitt.

Tatsächlich steht dir mit dem Antritt eines Studiums das vielleicht erste richtige Abenteuer bevor: Du ziehst womöglich von zu Hause aus, wechselst in eine andere Stadt, wohnst in einer WG, bist von nun an selbst für dich verantwortlich und triffst neue Leute, mit denen du unvergessliche Momente erleben kannst. 

 

Dualen Studium


Die Vorteile eines regulären Studiums und einer Ausbildung werden durch ein duales Studium miteinander verknüpft. Dieses Ausbildungssystem setzt sich aus Theorie und praktisch erlerntem Know-how zusammen. Vermittelt wird das Wissen an zwei unterschiedlichen Lernorten: Während den Praxisphasen lernst du in deinem Unternehmen, in der Theorieetappe an einer Hochschule oder Akademie. In der Regel verbringst du etwa die Hälfte der Studienzeit, welche drei bis fünf Jahre beträgt, in deiner Firma. Da ein duales Studium für den Betrieb recht kostspielig ist, steht dem knappen Angebot an freien Ausbildungsplätzen eine bedeutend größere Anzahl von Bewerbern gegenüber. 

 

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