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Fallen im Netz

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Videos im Netz anschauen, teilen oder hochladen: Mit ein paar Klicks ist man dabei. Doch ehe er sich versieht, hat der unbedarfte Nutzer gegen Urheberrechte verstoßen oder Werberichtlinien missachtet. Hier ein Überblick über den rechtlichen Rahmen:

Videos ansehen:

Prinzipiell ist der reine sogenannte Werksgenuss kein Problem. Das ändert sich aber bei illegalen Inhalten, etwa weil der Einsteller des Videos nicht alle Rechte besitzt. Da beim Ansehen auch eine Kopie auf dem Rechner entsteht, vervielfältigt man beim Anschauen den Inhalt – und das ist bei Inhalten ohne entsprechende Erlaubnis oder Lizenz verboten. Allgemein gilt: Wer auf der sicheren Seite sein will, lässt die Finger von offensichtlich rechtswidrigen Inhalten.

Teilen und Verlinken:

Die Verlinkung auf frei zugängliche Inhalte verletzt keine Urheberrechte. Wer ein Katzenvideo auf Facebook teilt, muss sich keine Sorgen machen – im Gegensatz zu rechtswidrigen Inhalten wie Beleidigung oder Volksverhetzung. "Es hängt davon ab, ob man sich die Beleidigung zu eigen macht", erklärt IT-Fachanwalt Marcus Werner. Wenn man etwa "Das sehe ich genauso" schreibt, kann man als Mittäter belangt werden.

Herunterladen:

Ist erlaubt, solange die Videos legal sind. Denn so werden zunächst nur Privatkopien erstellt – und die sind zulässig. Innerhalb des Freundeskreises dürfen sie sogar geteilt werden. Solche Videos dürfen aber nicht öffentlich zugänglich gemacht werden, indem man sie wieder ins Netz stellt.

Hochladen:

Dürfen Nutzer alles, an dem sie die Rechte haben, also was sie selbst erstellt haben. Das Problem liegt meist woanders: "Grundsätzlich haben die Plattformen ein Interesse daran, sich relativ umfangreiche Rechte einzuräumen", gibt Werner zu bedenken.

Cover, Remixe:

Ein Hochladen solcher Videos ist nur erlaubt, wenn der Nutzer alle Rechte an den Inhalten hat. Wer einen Song ohne Erlaubnis covert, verletzt das Urheberrecht des Künstlers. Gleiches gilt für Remixe oder Aufnahmen von Konzerten. Meist sperren die Plattformen solche Videos. Falls nicht, drohen Abmahnungen oder Unterlassungserklärungen.

Werbung:

Youtube-Stars mit Beauty- oder Shoppingkanälen verleiten Jugendliche zur Nachahmung. Doch besprechen sie in ihren Videos bestimmte Produkte, kommen sie leicht mit Werberichtlinien in Konflikt. Medienpädagoge Markus Gerstmann vom Servicebureau Jugendinformation rät daher: "Ich würde immer etwas darunter schreiben wie "Das ist meine persönliche Meinung" oder "Für die Produkte habe ich kein Geld bekommen". tmn
 

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