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Umtausch ist oft nur Kulanz

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Bis kurz vor Weihnachten kauften viele noch Geschenke ein. Und nach dem Fest geht die Rennerei weiter: Dann tauschen die Beschenkten Gegenstände um, die ihnen nicht gefallen. Die gute Nachricht lautet: Das ist in der Regel kein Problem in Deutschland.

Das bestätigt auch eine Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach im Auftrag des Handelsverbands Deutschland (HDE). Demnach waren mehr als 90 Prozent der Käufer zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit der Rücknahme wegen Nichtgefallens. Bei mehr als 80 Prozent hat der Händler problemlos den Kaufpreis erstattet oder einen Gutschein ausgestellt.

Dazu ist der Händler nicht verpflichtet: Der Umtausch wegen Nichtgefallen ist ein freiwilliger Service. Kunden haben kein Recht darauf. "Es liegt ganz beim jeweiligen Händler, ob er beispielsweise das Geld zurückgibt, einen Gutschein ausstellt oder die Ware gegen ein anderes Produkt umtauscht", erklärt Stefan Hertel vom HDE. Der Händler kann die Umtauschbedingungen frei gestalten – also beispielsweise die Dauer des Umtauschrechts verändern. Denn der Umtausch ist in diesem Fall eine Kulanzleistung.

Meist stehen die Umtauschbedingungen im Kassenbereich oder auf dem Kassenbon. Händler und Kunden können aber auch eigene Absprachen treffen. Das ist gerade für Boutiquen und kleinere Geschäfte von Vorteil. "Dort sollte man darauf achten, einen Umtausch individuell zu vereinbaren und schriftlich zu fixieren", rät Josina Starke von der Verbraucherzentrale (VZ) Niedersachsen.

"Wenn der Händler das Umtauschrecht anbietet, dann gilt das als Zusatz zum Kaufvertrag und ist bindend", sagt Michael Hummel von der VZ Sachsen. Kunden sollten beim Umtausch beweisen können, dass sie die Ware in dem Geschäft gekauft haben. Am einfachsten geht das mit dem Kassenzettel. "Rechtlich ist er für den Umtausch aber nicht zwingend erforderlich", erklärt Verbraucherschützer Hummel. Auch eine Kontoabbuchung kann den Kauf bestätigen. Wichtig sei in allen Fällen, dass Kunden die Ware unbenutzt umtauschen – gerade weil der Händler hier Kulanz zeigt.

Gewährleistung

Anders ist es, wenn Weihnachtsgeschenke einen Fehler haben oder einen Mangel zeigen. Denn bei einem Mangel ist der Händler in der Pflicht, es greift das Gewährleistungsrecht.
 

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