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Kühle Orte und hitzige Fakten

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Hitzehoch Annelie treibt die Temperaturen in Deutschland Richtung 40 Grad. Die Sonne brennt bis zu 17 Stunden vom wolkenlosen Himmel, und es wird jeden Tag ein bisschen heißer. Nach Erwartungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist am Samstag der Höhepunkt erreicht: Dann klettern die Temperaturen auf 32 Grad im Nordosten, bis 39 Grad an Rhein, Mosel und Saar. „An einzelnen Stationen im äußersten Südwesten werden womöglich auch mal die 40 Grad geknackt“, sagte Meteorologe Sebastian Schappert gestern.

 

Daher kommt die Hitze

Die heiße Luft kommt aus der Sahara. Hoch Annelie leitet sie über Frankreich nach Deutschland. Auch nachts sinken die Werte mancherorts nicht unter 20 Grad. Gleichzeitig wird es immer schwüler, heute Abend könnte es erste Gewitter geben.

 

Das Hoch Annelie

Das Hoch verdankt seinen Namen einer 90 Jahre alten Dame aus Konstanz. "Das war ein Geburtstagsgeschenk von meinen drei Kindern", sagt Annelie Dehnert-Hilscher. Die Freie Universität (FU) Berlin vergibt die Patenschaften: 299 Euro kostet ein Hoch, 199 Euro ein Tief. In diesem Jahr tragen die Hochdruckgebiete in Europa weibliche Namen, die Tiefs männliche. Getauft wurde Annelie am 28. Juni. Die Rentnerin vom Bodensee hatte eigentlich schon Ende Januar Geburtstag – da kam ihr im Alphabet aber Antonia als Namensgeberin zuvor. „Wir waren schon ganz traurig, dass das so spät kommt“, sagt Dehnert-Hilscher. Der Namensgeberin selbst macht die Hitze trotz ihres hohen Alters nichts aus: „Ich bin da nicht so empfindlich.“ Wie sie die Wärme nutzt, weiß sie auch schon: „Ich wohne ganz nah am See und gehe schwimmen.“

 

Ausflug in die Alpen

Hitzegeplagten bietet sich eine Reise auf die Zugspitze an. Auf Deutschlands höchstem Berg wurden gestern Mittag kühle elf Grad gemessen, wie Dirk Petzner von der Gipfelstation des Deutschen Wetterdienstes berichtete. Für die Zugspitze sei das allerdings eine hohe Temperatur: „Hier oben wird es selbst im Hochsommer selten wärmer als 14 bis 15 Grad.“

 

Starker Wasserverbrauch

In Deutschland wird mehr geduscht und im Garten mehr gewässert als sonst. Bis zu 50 Prozent mehr Trinkwasser fließe bei Temperaturen um 30 Grad aus den Wasserhähnen, sagte Marten Eger, Vorsitzender des Fachbereichs Wasserwirtschaft im Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft. Einen Engpass gebe es aber nicht.


Stromausfall

In rund 600 000 Haushalten in Nordwestfrankreich ist wegen der Hitze zeitweise der Strom ausgefallen. Grund für den Ausfall in der Nacht zu gestern seien starke Temperaturschwankungen, die dem Netz zugesetzt hätten, sagte ein Sprecher des Stromnetzbetreibers RTE. In den Morgenstunden war das Problem den Angaben zufolge weitgehend behoben.


Entspannter Sport

Wer sich trotz Hitze bewegen will, tut das gemächlich. In Berlin gibt es nun Kurse im Fahrrad-Yoga – etwa mit dem Bauch auf dem Sattel und nach hinten gestreckten Beinen. Auch das Wandern erlebt weiter sein Comeback. Wer sich lieber im Wasser austobt, kann in mehreren Städten eine XXL-Wasserrutsche hinabgleiten. Zum Beispiel in Stuttgart sollen bis zu 500 Meter lange Riesenrutschen aufgebaut werden.


Trendige Getränke

Jeder Sommer hat ein Trendgetränk. Alkoholfrei wird zurzeit gern ein Erfrischungsgetränk mit Grüntee getrunken: Matcha-Limonade. Szene-Cafés servieren indes Matcha-Granita mit zerstoßenem Eis. Auch der Gin Basil Smash – ein Cocktail mit Basilikum und Gin – ist nach wie vor angesagt. Trendforscher Peter Wippermann nennt zudem den Raspberry Thyme Smash – einen Drink mit Himbeere, Thymian und Gin. 

 

 

 

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