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Europapark verbannt Selfie-Sticks

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Trendy oder nervig? Touristen mit Selfie-Sticks in der Hand sind allgegenwärtig. An den künstlichen Armverlängerungen scheiden sich die Geister. Nun droht den Teleskopstangen als Krücke für die Selbstinszenierung an vielen öffentlichen Orten das Aus. Mehr und mehr Betreiber von Museen, Vergnügungsparks und sportlichen Großveranstaltungen halten die Sticks für ein Sicherheitsrisiko.


Sicherheitsrisiko

 

Deutschlands größter Freizeitpark, der Europa-Park in Rust bei Freiburg, hat nun Selfie-Sticks auf seinen Fahrgeschäften verboten. Die langen Stangen, die als Armverlängerungen für Handy-Fotos und Videos dienen, seien ein Sicherheitsrisiko, erläuterte Parksprecher Jakob Wahl. Während Achterbahnfahrten oder in anderen Attraktionen könnten sie aus der Hand rutschen und Menschen verletzen. Zudem ragten sie weit über die Sitzplätze der Passagiere hinaus, dadurch könne es zu Unfällen kommen. Weil immer mehr Menschen mit Selfie-Sticks unterwegs seien, habe der Park reagieren müssen.

"Erstmals in größerem Umfang aufgetreten ist das Phänomen diesen Winter", sagte Wahl. Mit Beginn der Sommersaison habe sich der Vergnügungspark daher entschlossen, Selfie-Sticks auf Attraktionen zu untersagen. Mit Schildern werde darauf hingewiesen, Mitarbeiter würden verstärkt darauf achten und bei Verstößen einschreiten. Außerhalb der Fahrgeschäfte gelte das Verbot nicht.


Branchentrend

 

Mit seinem Kurs bewege sich der Europa-Park im Trend der Branche, sagte eine Sprecherin des Verbandes Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU) in Berlin. Selfie-Sticks seien auf Fahrgeschäften gefährlich und würden immer mehr zum Problem. Dies gelte auch für Volksfeste, bestätigte der Deutsche Schaustellerbund. Jeder Anbieter müsse jedoch einzeln entscheiden, wie er damit umgehe.

In der Werbung ist dagegen das Selfie mit Stick noch nicht tot. Der Elektronik-Hersteller Samsung lästert allerdings in einem Werbespot über "menschliche Sardinen", die sich hinter den Smartphones drängeln, um noch ins Bild zu passen. Der Anlass für den inszenierten Spott ist einleuchtend: Samsung will die Vorzüge der Weitwinkelkamera in seinen aktuellen Galaxy-Modellen herausstellen.

 

 

 

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