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Wissenswertes rund um die Krawatte

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Die Idee, sich ein Stück Stoff kunstvoll um den Hals zu binden, ist mehr als zwei Jahrtausende alt. Am 18. Oktober wird der Welttag der Krawatte begangen. Schon chinesische Soldaten im 3. Jahrhundert vor Christus trugen eine Art Schlips. Auch römische Soldaten schützten mit einem Tuch ihren Hals: nicht nur vor der Kälte, sondern auch vor den scharfen Kanten ihrer Rüstung. Auf der Trajanssäule in Rom sind Krieger der Kohorten zu sehen, die ein geknotetes Tuch um den Hals tragen.

Popularität

Diese Mode ging jedoch im Mittelalter wieder verloren. Nur in einem Land nicht: Kroatien. Der deutsche Ausdruck Krawatte stammt deshalb vom französischen Wort "Cravate" ab, einem alten Ausdruck für "Kroate". Während des Dreißigjährigen Krieges trugen kroatische Reiterverbände Halstücher. Ihre französischen Kameraden übernahmen diese Mode und benannten das Kleidungsstück nach den Kroaten.

Der französische König Ludwig XIV. erhöhte dann mit seiner Vorliebe für Halstücher ihre Popularität. In seinem Hofstaat diente ein "cravatier", der ihm allmorgendlich einen Korb voll Langbinder zur Auswahl anbot.
Die Krawatte in ihrer modernen Form wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt. Zu den meistverwendeten Stoffen gehören Seide, Polyester, Baumwolle und Merinowolle.

Zwei Physiker an der Universität Cambridge haben es errechnet: Auf ganze 85 Arten kann man seinen Schlips binden. Wirklich modisch sind ihnen zufolge aber nur sehr wenige. Auch wenn der wohl berühmteste unter ihnen, der Windsor-Knoten, so klingt, als käme er aus dem englischen Königshaus: Er wurde in den USA erfunden. Benannt ist er aber nach dem englischen König Edward VIII., der sich nach seiner Abdankung 1936 Herzog von Windsor nannte. Er war für seine Krawattenbinde-Kunst berühmt.

Aber Binden ist nicht immer notwendig: Sogenannte "Clip-on-Ties" sind Krawatten, welche mit einer Klammer in den Kragen gesteckt werden. Sie sehen jedoch wie eine herkömmliche Krawatte aus.

Kleidungsvorschriften

In einigen offiziellen Ämtern geht nichts ohne Seidenbinder. Polizisten sollen, sofern es das Wetter erlaubt, zum Diensthemd eine Krawatte tragen. Einen "weißen Langbinder" verlangt von Rechts wegen das Land Baden-Württemberg für Richter und Anwälte. Im Bundestag gab es bis 2014 für die Schriftführer der Fraktionen Krawattenzwang. Zwei Politikern der Grünen und der Linken wurde die Vorschrift zum Verhängnis: Sie weigerten sich, einen Schlips anzuziehen. Daraufhin wurden sie von der Liste gestrichen.

 

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