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"Gooligan" greift Smartphones an

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Android-Nutzer mit Google-Betriebssystem aufgepasst: Hacker haben es wohl gezielt auf Ihre Smartphones abgesehen. So warnt die israelische Sicherheitsfirma Check Point vor einer Schadsoftware namens "Gooligan", die Android-Geräte befällt und Google-Konten angreift. Google hat das in einem Blog-Post ebenfalls bestätigt.

Besonders betroffen sind Smartphones und Tablets mit den Betriebssystemen 4.0 und 5.0. Nach aktuellem Stand laufen diese Systeme auf drei von vier Android-Geräten - 74 Prozent aller Android-Smartphones, wie Check Point sagt.

Wozu ist Gooligan in der Lage?

Gooligan greift Daten aus anderen Google-Diensten ab. Das heißt: Die Schadsoftware spioniert gezielt auf dem Gerät gespeicherte E-Mail-Adressen, Passwörter oder andere Daten aus.

Wie kommt der Virus aufs Handy?

Über zwei Wege kann Gooligan auf das Smartphone gelangen: Zum einen, wenn Nutzer eine infizierte App runterladen, zum anderen, wenn Nutzer einen Link in einer Betrugs-Mail anklicken. Der Nutzer muss also schon mehrere Sicherheitsratschläge missachten und Schutzfunktionen selbstständig aushebeln.

Check Point hat bereits eine Liste mit infizierten Apps erstellt, zu lesen gibt's die hier.

Was also nicht tun?

Wie bei anderen Viren gilt auch bei Gooligan: nicht auf den Link in einer seltsam aussehenden E-Mail klicken, besonders nicht, wenn diese automatisch im Spam-Ordner landet. Außerdem sollten Apps nie aus unbekannten Quellen gedownloadet werden.

Wie hoch ist die Ansteck-Gefahr?

Mehr als eine Million Konten sind bereits betroffen, jeden Tag sollen 13.000 neue dazukommen. Das hört sich erst einmal nach viel an. Eine Zahl von einer Million betroffener Geräte weltweit ist vergleichsweise aber niedrig, sind doch mit Android mehrere Milliarden Geräte in Betrieb. Die Gefahr, dass man selbst den Virus bekommt, ist demnach gering einzuschätzen.

Wie erkenne ich, ob ich infiziert bin?

Um zu prüfen, ob auch Sie von Gooligan betroffen sind, hat Check Point einen kostenlosen Online-Test eingerichtet. Hierfür muss eine mit dem Android-Konto verbundene E-Mail-Adresse eingegeben werden. Check Point hat bekannt gegeben, dass die Adressen für keine weiteren Zwecke gespeichert werden.

Was macht Google?

"Wir haben zahlreiche Schritte unternommen, um unsere Nutzer zu schützen und das Android-Umfeld insgesamt zu verbessern," schreibt Adrian Ludwig, der bei Google für Android-Sicherheit zuständig ist, in einem Blogeintrag. Google habe zudem betroffene Nutzer kontaktiert. Auch seien neue Schutzmechanismen in die Verify-Apps-Technologie eingebaut worden, heißt es weiter.

 

 

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