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Knabberkram ist in

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Milchschokolade ist der absolute Favorit der Bundesbürger: Sie steht ganz oben auf den Einkaufslisten, wenn es um Süßwaren und Knabberartikel geht. Zunehmend gefragt sind allerdings auch Fruchtgummi und salzige Snacks. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 32,48 Kilogramm nahm der Verzehr an Knabberartikeln und Süßwaren im vergangenen Jahr weiter zu, wie der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) gestern im Vorfeld der Internationalen Süßwarenmesse ISM in Köln berichtete.

Und dafür griffen die Verbraucher auch gerne tiefer in die Tasche. Die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben stiegen um 3,2 Prozent auf durchschnittlich 109,16 Euro – auch weil Schokolade und Kekse wegen höherer Preise für Nüsse und Kakao teurer wurden.

Zu den Neuheiten bei der Süßwarenmesse, die vom 31. Januar bis 3. Februar dauert, zählen in diesem Jahr unter anderem Bio-Erdnüsse mit einem Überzug aus essbarem Gold oder Silber sowie Lakritze mit Rhabarber. "Um den Kunden bei Kauflaune zu halten, sind immer wieder innovative Produkte erforderlich", sagte Ludwig Veltmann als Sprecher des Süßwarenhandels.

Kuchen

Knapp zehn Kilogramm Schokolade, mehr als sieben Kilogramm an Kuchen und Gebäck, fast sechs Kilogramm Zuckerwaren wie Bonbons sowie jeweils rund vier Kilogramm Speiseeis und Knabberartikel verzehrten nach den Zahlen der Branche im vergangenen Jahr die Verbraucher. Zu den Gewinnern in der Kundengunst gehörten dabei vor allem salzige Snacks und Fruchtgummi.

Während Fruchtgummi früher eher bei Kindern beliebt gewesen sei, seien Gummibärchen und Co. nun zunehmend auch bei Erwachsenen gefragt, berichtet der Vorsitzende des Arbeitskreises Süßwarenmesse und Chef des Herstellers Katjes, Bastian Fassin.

Unangefochtener Favorit in der Käufergunst ist in Deutschland jedoch auch weiterhin die Schokolade. Dabei stand Milchschokolade mit einem Anteil von 81,9 Prozent nach den Ergebnissen einer Studie des Süßwarenverbands Sweets Global Network ganz oben auf der Einkaufsliste deutscher Verbraucher.

Während dunkle Schokolade in Deutschland mit einem Anteil von 13,2 Prozent abgeschlagen auf dem zweiten Rang landete, griffen französische Schokoladenfans sogar am liebsten zu der bitteren Variante. Durch kräftig gestiegene Rohstoffpreise etwa für Kakao oder Nüsse hätten die Verbraucher für Schokolade jedoch tiefer in die Tasche greifen müssen, hieß es.

Entwicklung

In diesem Jahr hoffen die Hersteller durch große Sportereignisse wie die Olympischen Sommerspiele oder die Fußballeuropameisterschaft auf gute Geschäfte vor allem bei Knabberartikeln. Im Trend seien Frucht- und Gemüsesnacks ebenso wie fleischhaltige Knabbereien, hieß es. Aktueller Favorit in der Verbrauchergunst seien jedoch immer noch Chips. Die haben inzwischen längst viel mehr Geschmacksrichtungen als bloß Paprika oder Chili: Das Spektrum reicht von Barbecue-Rauch-Aroma über die traditionelle englische Variante Salt & Vinegar bis zu Orient, Afrika oder süßem Chili.

Die deutsche Süßwarenindustrie steigerte ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf rund 12,58 Milliarden Euro. Die Produktion erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 3,99 Millionen Tonnen. Etwa die Hälfte der deutschen Produktion ging in den Export.
 

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