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Wer willst du sein?

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Sind wir einmal ehrlich: In sozialen Netzwerken leben wir doch alle eine tollere, spannendere, außergewöhnlichere Version unseres Lebens. Wenn du ein Bild postest achtest du sicher darauf, dass du darauf gut aussiehst. Wenn du deinen Status mitteilst schreibst du wohl lieber über den tollen Urlaub oder deine besten Freunde, als darüber, dass du gerade alleine vor dem TV sitzt und die zehnte Wiederholung deiner Lieblings-Serie anschaust.

Wer möchtest du sein?

Sei dir immer bewusst, dass du ein Bild deiner Person inszenierst, wenn du etwas in sozialen Netzwerken über dich veröffentlichst. Das ist nichts schlechtes, denn durch die gezielte Selbstdarstellung deiner Person kannst du deine Privatsphäre schützen. Also überlege dir, wie du dich in sozialen Netzwerken präsentieren möchtest und vor allem auch wie viel du über dich preisgeben möchtest. Um sicherzustellen, dass du deine Posts später nicht bereust, können dir folgende drei Fragen helfen:

  • Wie denke ich vermutlich in 5 Jahren über diesen Post?
  • Welche Personen sollten diesen Post besser nicht sehen?
  • Wen interessiert dieser Post überhaupt?

Wer sind die anderen eigentlich?

Vor allem bei Freunden in sozialen Netzwerken, die du nicht persönlich kennst, musst du sehr vorsichtig sein. Im Internet kann jeder sein, wer er möchte und sich sogar für eine andere Person ausgeben. Sei dir also stets bewusst, dass sich jeder so gut wie möglich präsentieren möchte und in sozialen Netzwerken nicht alles der Wahrheit entspricht.

Wusstest du, dass soziale Netzwerke aus genau diesem Grund sogar Auslöser für Neid und Unzufriedenheit sind? Wer sich mit anderen in sozialen Netzwerken vergleicht, der kann nur verlieren. Dort berichtet fast niemand über seine Probleme oder Fehler, nur die schönen Ereignisse und tollsten Bilder landen im Netz. Eine Studie fand heraus, dass positive Nachrichten auf Facebook Neid bei ihren Lesen hervorrufen, was laut den Wissenschaftlern zu einer allgemeinen Lebensunzufriedenheit führt.

600 deutsche Facebook-Nutzer wurden dabei befragt, die unter anderem von Frust, Traurigkeit und Einsamkeit berichteten. Diese Gefühle veranlassen die Facebook-Nutzer laut den Wissenschaftlern dazu, sich im Netz selbst stärker zu präsentieren, was zu einer "Neid-Spirale" führt. Dies sei ein Grund dafür, dass Personen sich auf sozialen Netzwerken bewusst positiver darstellen, um im Vergleich nicht schlechter dazustehen.

Denke also immer daran, dass Facebook nicht die Realität wiederspiegelt, sondern nur den Ausschnitt davon, den deine Facebook-Freunde bereit sind zu zeigen.

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