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Erfrischend neu oder einfach Quatsch?

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Das reichlich überbewertete "Morgenstund hat Gold im Mund“ bekommt eine völlig neue Bedeutung: Denn nun lassen sich morgens im Bad die Zähne mit Gold schrubben. Der Hersteller Swiss Smile bietet mit "d’Or“ ein ganz goldiges Produkt – eine Zahnpasta mit filigranstem Goldstaub von 23,75 Karat. In einer 75-Milliliter-Tube stecken 20 Milligramm davon für schlappe 100 Euro. Die Stiftung Warentest hat gleich mal nachgerechnet und kam je nach Tageskurs des Goldpreises auf einen Materialwert von ungefähr 77 Cent. Wer jetzt glaubt, für 100 Euro gäbe es dann wenigstens eine überwältigende Pflege, wird enttäuscht. Das Fazit der Tester: Für den Kariesschutz gibt es die Note "ausreichend“

Pasta

Aber auch ohne Edelmetall bietet die Zahnpflege mittlerweile glänzende Auswahl. Alleine das Angebot an Pasta mit Weiß-Effekt zeigt den enormen Reichtum an Nuancen: "Max White“, "Sensation White“, "3D White Lux“, "Blanx White Shock“, "Dental White“ oder "Rapid Direct White“ um nur einige zu nennen. Im vergangenen Jahr griffen laut Statistischem Bundesamt 3,05 Millionen Bundesbürger mehrmals täglich zu weißenden Zahncremes. Wer also glaubt, Einkaufen im Jahr 2016 sei einfach, der irrt sich gewaltig. Als halbwegs gebildeter Verbraucher bringt man heute Stunden vor Regalen zu, um das Sortiment zu erfassen, Unterschiede auszumachen und abzuwägen, was für das individuelle Wohlbefinden denn nun das richtige Produkt sein dürfte.

Power

Zu schnödem Duschgel oder gar zur Seife greift auch kaum noch jemand. Wer unter der Brause steht, hat entweder eines dieser Energy-Power-Boost-Active-Splash-Cooling-Hydrating-Super-Fit-Kick-Produkte – eben kerniges für echte Kerle. Oder ein Wellness-Super-Soft-Harmony-Balancing-Beauty-Relax-Gel – etwas verwöhnendes für die Damen. Damit wird auch nicht mehr einfach nur geduscht. Glaubt man den Herstellern, gibt man sich mit dem duftenden Schaum einem pflegenden Schönheitsritual hin, dass die Sinne belebt und wie ein Kurzurlaub vom Alltag wirken soll. Wie wir früher überhaupt mit unserem Leben fertig geworden sind, als es nur Wasser und CD gab, ist geradezu ein Rätsel. Und weil die Branche von Innovationen lebt, gibt es immer wieder fruchtig-neues. Etwa "Zitrone-Buttermilch“ oder den "Granatapfel-Smoothie“ von Bebe. Nicht zum Trinken, sondern zum Einseifen.

Prost

Wer Obst lieber in flüssiger Form zu sich nimmt, dem sei das kommende Wochenende ans Herz gelegt. Unter dem Motto "Besuch Deinen Saftladen“ öffnen am 17. und 18. September bundesweit Fruchtsafthersteller ihre Türen. Verbraucher können erleben, wie Saftpressen funktionieren und der Saft in die Flasche kommt. Auf der Internetseite von Natürlich-mit-Saft lassen sich im Internet teilnehmende Betriebe in der Nähe finden. Das verspricht Natur pur und scheint endlich mal etwas Handfestes, jenseits schwurbeliger, schöner Werbeversprechen. 

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