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Teures Trendgetränk

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Bei "Max Valu“, einem der größten Supermärkte auf den Fidschi-Inseln, kostet die Halbliter-Flasche Fiji Water 1,95 Dollar, umgerechnet etwa 80 Cent. Das ist nicht wenig, zumal für die No-Name-Flasche daneben nicht einmal die Hälfte bezahlt werden muss. Andererseits bezeichnet sich das Fidschi-Wasser eben als "Earth’s Finest Water“ ("Bestes Wasser der Welt“) und ist in dem Pazifikstaat so etwas wie das Nationalgetränk. 

Trendwasser

Anderswo kostet Fiji Water erheblich mehr. Im KaDeWe, in der Feinkostabteilung des Berliner Kaufhauses, werden für den halben Liter 2,48 Euro fällig – also drei Mal so viel. Und in besseren europäischen und amerikanischen Hotels oder Restaurants kann es einem sogar passieren, dass das Zwanzig- und Dreißigfache verlangt wird. Denn das stille Wasser aus einer Quelle im Yaqara-Tal, in den Bergen von Viti Levu, Fidschis größter Insel, hat sich in den vergangenen Jahren zum globalen In-Getränk entwickelt. Alle mögliche Prominenz hat sich damit schon fotografieren lassen, Lady Gaga genauso wie David Beckham oder Barack Obama. Auch in verschiedenen Hollywood-Filmen tauchte die blau schimmernde Flasche mit der Hibiskus-Blüte auf. Bei gesundheitsbewussten Teenagern ist sie besonders gefragt.

Vom Trend zum teuren Wasser aus der Ferne sind Verbraucherschützer aber genauso genervt wie Umweltschützer. "Das ist reines Marketing und pure Geldmacherei“, sagt Philip Heldt von der Verbraucherzentrale NRW. "Man kann genauso gut Leitungswasser trinken.“ Wichtig sei nur, jeden Tag mindestens 1,5 Liter zu sich zu nehmen. Auf dem deutschen Markt ist Wasser aus dem Ausland aber ohnehin eher die Ausnahme. Insgesamt werden nach Angaben des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM) rund 500 meist regionale Mineralwasser und 35 Heilwasser angeboten. Mit etwa zehn Prozent ist der Marktanteil von ausländischem Wasser jedoch niedrig. dpa

 

 

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