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Erfinder der Superhelden

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Als Stan Lee seine ersten Gehversuche als Comicautor machte, schien die Welt der Superhelden noch recht überschaubar. Zwar gab es den übermenschlichen Superman und den brennenden Human Torch. Auch der durch die Nacht huschende Batman, Green Lantern und die blitzschnellen Flash-Helden waren schon geboren. Aber aus Lee und seiner lebendigen Fantasie sprudelten neue Charaktere nur so heraus. Comicfans verdanken dem Autor, der heute 95 Jahre alt wird, Superhelden wie Hulk, Thor, die X-Men und die wohl bekannteste aller Marvel-Figuren: Spider-Man

Menschliche Seite

"Das Wichtigste in diesen Tagen war das Cover“, erinnerte sich Lee 2009 im Interview mit dem Magazin "Inc.“ an den täglichen Wettkampf am Zeitungskiosk. Seine ersten Lückenfüller-Texte in Ausgabe drei des "Captain America“-Comics im Jahr 1941 gelten als Beginn seiner Karriere voller "POW!“ und "BANG!“, in der er rund 350 Charaktere schuf oder mit entwickelte. 

Einfach hatten es seine aus Rumänien eingewanderten Eltern nicht. Die Weltwirtschaftskrise griff um sich. Mit 17 Jahren zog er den Job beim Verlag Timely Publications an Land, der später Marvel heißen würde, und schrieb unter dem Künstlernamen Stan Lee erste Abenteuer. Die anderen zwei Mitarbeiter überwarfen sich mit dem Verleger, und so schmiss der Teenager aus der Bronx den Laden kurzerhand allein.

Für Marvel-Mitarbeiter wurden die Stunden am Zeichentisch vor allem zum Wettlauf mit dem Rivalen DC Comics. Um es mit dessen "Justice League“ aufzunehmen, in der neben Superman und Batman auch Wonder Woman, Flash und Green Lantern auftauchten, entwickelte Lee zusammen mit Zeichner Jack Kirby 1961 die "Fantastic Four“. "Ich versuchte, die Charaktere dahingehend anders zu schaffen, dass sie echte Gefühle und Probleme hatten. Und es kam an“, sagte Lee. Die menschliche Seite der Helden wurde zum Markenzeichen in Lees Figuren-Familie. 

Auch den Streber Peter Parker, der als Spider-Man für Gerechtigkeit sorgte, wollte Lee als "durchschnittlichen, schludrigen Jungen“ erscheinen lassen – während Batman privat als Bruce Wayne das Leben eines Millionärs führte und daher mit dem gewöhnlichen Comicfan wenig gemein hat. Bei Stan Lee war es anders.

 

 

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