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Auf illegale Böller verzichten

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Nur drei Tage lang sind in diesem Jahr Raketen, viele Knaller und Böller in Deutschland zu kaufen: von heute an bis zum Samstag (30. Dezember). Darauf sollte man im Handel achten:

CE-Zeichen

Nicht geprüftes Feuerwerk ist meist gefährlich. Es enthält etwa nicht nur Schwarzpulver, sondern ist auch mit einem viel stärker reagierenden Blitzknallsatz gefüllt. Außerdem drohen Verletzungen durch Fehlzündungen. Daher sollte man nur geprüfte Produkte kaufen, zu erkennen an einem CE-Zeichen und einer Registriernummer. In Deutschland geprüftes Feuerwerk trägt die Kennnummer 0589 der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Grundsätzlich raten Experten: Finger weg von illegalem Feuerwerk, das hauptsächlich aus Osteuropa stammt.

Feuerwerksklasse

Nach der Kennnummer des BAM folgt auf dem Artikel die Kategorie-Kennzeichnung F1 oder F2 und eine fortlaufende Nummer. F2 ist die Feuerwerksklasse für Raketen, Batterien oder Knallkörper. Diese Artikel dürfen nur befristet und nur an Personen ab 18 Jahren abgegeben werden. In die Klasse F1 fallen zum Beispiel Knallerbsen und -bonbons, Tischfeuerwerk oder Wunderkerzen. Diese Produkte dürfen das ganze Jahr hindurch verkauft und benutzt werden – auch von Kindern ab zwölf Jahren.
 
Raketen, die ihr Ziel verfehlen, können auf Balkon und Terrasse Brände entzünden. Daher sollten beide am Silvestertag besser auf- und leergeräumt sein, rät der Deutsche Feuerwehrverband in Berlin. Gerade Gartenmöbel, Sonnenschirme, leere Kisten und zum Beispiel Zeitungsstapel entzünden sich leicht. Auch der trockene Weihnachtsbaum, der inzwischen aus dem Wohnzimmer auf den Balkon geräumt wurde, ist eine Brandgefahr. Die Feuerwehr empfiehlt auch, Hauseingänge aufzuräumen sowie Fenster und Türen über Mitternacht geschlossen zu halten.

Blindgänger

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hat außerdem davor gewarnt, Blindgänger an Silvester nochmals anzuzünden. Vor dem Zünden der Raketen, Böller und Batterien müsse unbedingt die Gebrauchsanleitung gelesen werden, erklärte Untersteller in Stuttgart. "Die darin geforderten Mindestabstände nach dem Zünden des Feuerwerkskörpers kommen nicht von ungefähr. Sie dienen Ihrem eigenen Schutz und der Sicherheit Dritter. Daher mein dringender Appell: Halten Sie sich ganz konsequent an die Vorgaben des Herstellers.“
 
Silvesterfeuerwerkskörper dürfen nur am 31. Dezember und am 1. Januar gezündet werden. In manchen Gemeinden bestehen weitere zeitliche Einschränkungen. In unmittelbarer Nähe von Kinder- und Altenheimen, Krankenhäusern und Kirchen sowie von besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen wie Fachwerkhäusern oder Holzlagern sind Silvesterfeuerwerke generell untersagt, so auch in einigen historischen Altstädten der Region wie Bad Wimpfen, Eppingen, Forchtenberg.
 
 

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