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Sleep-Tracker-Apps

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Der Wecker klingelt, und man ist eigentlich noch gar nicht richtig ausgeschlafen. War es gestern einfach zu spät? Ist man schlicht kein Frühaufsteher? Oder hätte der Wecker besser zehn Minuten früher geklingelt und einen so nicht aus dem Traum gerissen? Sogenannte Sleep-Tracker-Apps werben damit, diese Fragen beantworten zu können – und versprechen zudem besseren Schlaf. Halten sie Wort?

Schnarchverhalten wird ausgewertet

Die Apps können unterschiedlich viel: Das simpelste Konzept hat die vorinstallierte iPhone-Uhren-App mit der Funktion Schlafenszeit. Seit dem Update auf iOS 10 erinnert sie den Smartphonebesitzer an das Zubettgehen und misst die Länge seines Schlafes. Die werbefinanzierte App Sleep Better (iOS und Android) und die Sleep Cycle Alarm Clock (iOS und Android) dagegen messen auch die Bewegungen im Schlaf und die Auswirkungen von Faktoren wie Sport, Stress und Ernährung auf das Schlafverhalten. Sleep Better bietet zudem ein Traumtagebuch.

Sensoren "In der Regel soll man das Smartphone neben dem Kopfkissen platzieren“, erklärt Julia Struck von der "Computerbild“ die Funktionsweise. "Über die Bewegung der Matratze soll die App erkennen, wie man geschlafen hat.“ Das funktioniere über den Beschleunigungssensor im Smartphone – auch im Flugmodus, in den viele ihr Telefon nachts versetzen, um nicht im Schlaf gestört zu werden.

Zusätzlich zur Bewegungsanalyse werten Apps wie Sleep Bot (iOS und Android) oder Pillow (iOS) die Geräusche im Schlafzimmer aus. So sollen Nutzer herausfinden können, ob sie schnarchen, im Schlaf sprechen oder schlechter schlafen, wenn es im Haus oder auf der Straße laut ist. Die Ergebnisse präsentieren die Apps dem Nutzer am Morgen grafisch aufbereitet. So soll er erkennen können, ob seine Bewegungen im Schlaf mit Geräuschen zusammenhängen. Die App Snore Lab (iOS und Android) hat sich ganz auf diese Funktion spezialisiert und will dem Nutzer helfen, Herr über seine Schnarcherei zu werden.

Lösen nicht alle Probleme

Wer einen Sleep Tracker über einen längeren Zeitraum konsequent nutzt, erfährt definitiv mehr über seine Schlafgewohnheiten und darüber, wie sich der Alltag auf den Schlaf auswirkt: Schläft man schlechter, wenn der Tag stressig war, besser nach einem Glas Wein oder dem Spaziergang? Wie lang muss erholsamer Schlaf dauern?

Alfred Wiater von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM): "Sleep Tracker können auf jeden Fall mehr als nur Placebo.“ Trotzdem seien sie oft ungenau und könnten deshalb Schlafstörungen teils sogar begünstigen, statt ihnen entgegenzuwirken. Sleep-Tracker können also helfen, das eigene Schlafverhalten kennenzulernen. Das gilt aber nur für Gesunde. Wer chronische Schlafprobleme hat, findet in Apps keinen Ersatz für eine ärztliche Behandlung.

 

 

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