Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Apples Neuheit

zurück zur Übersicht

Vor einem Jahrzehnt fragte Apple-Mitbegründer Steve Jobs seine iPhone-Premierengäste noch, ob sie sich überhaupt ein Gerät vorstellen können, in dem ein Musikplayer, ein Mobiltelefon und ein tragbarer Internet-Computer vereint sind. Die Fans im Saal johlten und ahnten, dass sie einem historischen Moment beiwohnen. Nun präsentierte der aktuelle Apple-Chef Tim Cook auf dem neuen Firmen-Campus Apple Park im kalifornischen Cupertino jüngste Innovationen für das Smartphone, die aber in der Regel nicht von Apple erfunden oder eingeführt wurden.

Biometrische Funktion

So konnte bereits das Smartphone Palm Pre ohne Kabel aufgeladen werden, das 2009 auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Und ein fast randloser OLED-Bildschirm, mit dem Apple jetzt das neue iPhone X bewarb, konnte man 2017 schon bei diversen Smartphones bewundern, darunter dem Samsung Galaxy S 8 und Note 8, dem G 6 von LG oder beim Essential-Phone von Android-Erfinder Andy Rubin.

Dennoch behauptete Apple-Boss Cook, das neue iPhone X fühle sich "wie die Zukunft des Smartphones“ an. Dahinter steckt das gesunde Selbstbewusstsein, dass es einen Unterschied ausmacht, wenn Apple in eine Technologie einsteigt oder (noch) nicht. So verfügen die neusten Spitzen-Smartphones von Apple-Wettbewerber Samsung bereits seit Monaten über eine Gesichtserkennung.

Doch in unabhängigen Tests zeigte sich, dass sich bei diesen Geräten die biometrische Funktion mit einem Foto austricksen ließ. Apple verspricht dagegen, dass seine "Face ID“ bei Tag und Nacht funktioniert – und sich dabei auch nicht durch Fotos aushebeln lässt. Das System soll selbst dann richtig reagieren, wenn die Anwender die Frisur verändern oder Hüte oder Sonnenbrillen tragen. Selbst wenn sich ein User einen Bart wachsen lässt, soll "Face ID“ nicht aus dem Tritt geraten.

Steigernde Verbesserung

Auch beim Thema Display-Technologie zeigt sich Apple selbstbewusst. Man biete nicht den ersten OLED-Bildschirm, aber den ersten richtig guten. Beim Hinschauen auf dem Apple-Event hinterließen die Farben auf dem Bildschirm des neuen Flaggschiffs iPhone X tatsächlich einen natürlicheren Eindruck als die entsprechenden Displays der Wettbewerber. Ob das den Superlativ von Apple rechtfertigt, müssen umfangreichere Tests beweisen.

Und auch bei der drahtlosen Ladetechnologie spielt es für Apple kaum eine Rolle, dass das Qi-Format schon seit langer Zeit von etlichen Herstellern verwendet wird. Hier kommt es auf die Durchschlagskraft am Markt an. Experten vermuten, dass erst nach dem Einstieg von Apple beispielsweise Hotels im großen Stil anfangen werden, ihre Zimmer mit drahtlosen Qi-Ladeschalen für ihre Gäste auszustatten. Wie diese Taktik aufgehen kann, sieht man an der Apple Watch. Die Kalifornier waren nicht das erste Unternehmen, das smarte Armbanduhren oder Fitness-Tracker auf den Markt gebracht hat. Doch mit einer steigenden Verbesserung der Modelle setzte sich Apple nach Angaben von Konzernchef Cook nach Umsatz jetzt weltweit an die Spitze des Uhrenmarktes. Alleine im jüngsten Geschäftsquartal stieg der Umsatz mit der Apple Watch im Jahresvergleich um 50 Prozent

Akzente setzen

Die aktuelle Series 3 der Apple Watch soll diesen Erfolgskurs fortsetzen. Dank eines eingebauten Mobilfunkmoduls kann man nun auch mit der Uhr telefonieren oder Datendienste nutzen, wenn man beispielsweise beim Joggen kein iPhone mit sich führt. Damit kann man mit der Uhr ohne iPhone navigieren oder via Apple Music aus einem Bestand von 40 Millionen Songs auf die drahtlosen Apple-Kopfhörer (AirPods) streamen.

Akzente setzt Apple auch bei der Halbleiter-Entwicklung. Im iPhone 8 und dem iPhone X steckt der neue A 11-Chip, der nicht nur bei der Gesichtserkennung eine wichtige Rolle übernimmt, sondern die neuen iPhones mit genügend Power für aufwendige Augmented-Reality-Anwendungen versorgt, mit der beispielsweise Szenen eines Computerspiels mit der reellen Umgebung vermengt werden.

 

Galerien

Regionale Events