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Gesund durch den Winter

Übersicht

Eine Erkältung fängt sich jeder Erwachsene im Durchschnitt zwei- bis viermal pro Jahr ein. Öfter muss auch wirklich nicht sein, werden die meisten angesichts der Aussicht auf lästiges Schniefen und hartnäckigen Husten denken.

Keine Behandlung nötig

Wie man trotz des Schmuddelwetters das Infektionsrisiko senkt und was man tun kann, um das Wohlbefinden im Winter zu steigern, haben wir hier zusammengetragen. Grundsätzlich ist eine Kost mit viel Obst und Gemüse sinnvoll. Besonders Vitamin C – Zitrusfrüchte und Kiwis sind voll davon – ist gut fürs Immunsystem. Auch Zink spielt bei vielen Abwehrprozessen eine Rolle. Ob eine zusätzliche Vitamineinnahme in Form von entsprechenden Präparaten Sinn macht, ist jedoch wissenschaftlich umstritten.

Falls es einen doch erwischt, gilt: Erkältungen heilen in der Regel ohne Behandlung aus. Meist sind die schlimmsten Beschwerden nach drei bis fünf Tagen passé.

1. Bewegung an der frischen Luft

Viele leiden in der dunklen Jahreszeit unter Müdigkeit, Antriebsschwäche und schlechter Laune. Dagegen hilft: Bewegung an der frischen Luft. Insbesondere Ausdauersportarten wie Walking, Joggen, Radfahren oder Schwimmen eigenen sich auch bei kalten Temperaturen, um den Körper gesund und die Psyche in Balance zu halten. Wenn man beim Sport stark geschwitzt hat, sollte man jedoch aufpassen, dass man nicht auskühlt – sonst droht eine Erkältung.

2. Dem Körper Erholung gönnen

Permanenter Stress erhöht das Risiko, eine Erkältung zu entwickeln, denn Stress schwächt das Immunsystem und macht anfällig. Deshalb gilt: lieber einen Gang runterschalten und zudem ausreichend schlafen. Sieben bis acht Stunden dürfen es schon sein, denn diese Zeit braucht der Körper als Ruhephase.

Was die Vorbeugung durch Saunagänge betrifft, gibt es kaum Untersuchungen. Eine der wenigen Studien ergab 1990, dass regelmäßige Saunagänger sich seltener erkälteten als die Nicht-Saunagänger. Und eines dürfte ohnehin sicher sein: Saunagänge wirken sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden aus, wenn man daran Freude hat.

3. Hände waschen

Gerade in der Erkältungszeit ist Händewaschen wichtig, denn damit schützt man sich und andere vor Infektionen. Keime bleiben leicht an Oberflächen wie Türklinken oder Telefonhörern haften und können auch beim Händeschütteln übertragen werden. Wenn man Essen zu sich nimmt oder Mund, Augen oder Nase berührt, können die Erreger über die Schleimhäute in den Körper eindringen und eine Infektion auslösen.

Deshalb rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu häufigem und gründlichem Händewaschen. Dabei gilt: gut einseifen, auch zwischen den Fingern, und anschließend gründlich mit einem Einwegtuch abtrocknen. Die Nutzung von Warm- oder Drucklufttrocknern ist nicht ideal, denn sie schleudern Keime durch die Luft, wie Studien gezeigt haben.

4. Kalte Füße vermeiden

Es ist eine Weisheit, die uns schon die Großmutter mit auf den Weg gegeben hat: Mit kalten Füßen schläft man schlecht ein. Kalte Füße können aber auch Erkältungen begünstigen, denn sie verschlechtern die Körperabwehr, indem sie über eine "Sparreaktion“ des Körpers die Schleimhautdurchblutung drosseln. Dadurch haben Viren leichteres Spiel. Deshalb gilt es, die Füße warm zu halten oder mit einem Fußbad oder dem klassischen Bettwärmer nachzuhelfen.

5. Viel trinken

Zur Vorbeugung und um eine Erkältung schnell wieder zu vertreiben, gilt: viel trinken. Besonders geeignet sind Teesorten wie Ingwer-, Holunder- oder Lindenblütentee, die das Immunsystem anregen. Ingwer-Tee kann man leicht selbst zubereiten: Ein paar Scheiben frische Ingwerwurzel mit kochendem Wasser übergießen, nach Geschmack ziehen lassen und mit Honig süßen. Honig hat eine antibakterielle Wirkung und kann Bakterien im Mund- und Rachenraum bekämpfen. Tees, Wasser & Co. verflüssigen den Schleim in Nasen- und Rachenraum und erleichtern so den Abtransport der Krankheitserreger.

6. Antibiotika richtig einnehmen

Wenn es einen doch erwischt hat und man hustet, niest und Fieber hat, dann gilt: sich ausruhen und lieber zu Hause bleiben, statt am Arbeitsplatz auch noch die Kollegen anzustecken. Und sich klar machen: Man kann zwar die Symptome lindern und zum Beispiel mit einem Dampfbad oder ätherischen Ölen dafür sorgen, dass man leichter atmen kann. Eine Wunderpille, die Erkältungen schneller verschwinden lässt, gibt es aber nicht.

Auch Antibiotika helfen nicht gegen konventionelle Atemwegsinfekte. Die werden nämlich meist durch Viren ausgelöst, Antibiotika wirken jedoch nur gegen Bakterien. Deshalb ist die Gabe von Antibiotika bei fast allen Erkältungskrankheiten sinn- und wirkungslos.

 

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