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Digitale Diener

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Vor vielen Jahren waren es Smartphones, dann VR-Brillen und kürzlich Lautsprecher mit eingebautem Sprachassistenten: Neue Technologien krempeln immer schneller den Alltag ihrer Nutzer um. "In den Jahren zuvor sind immer wieder Technologien aufgekommen und wurden schnell gehyped, ohne das Ausmaß zu kennen – von Google Glass bis zur Drohne“, beobachtet Theresa Schleicher, Beraterin beim Zukunftsinstitut in Frankfurt. Inzwischen fokussieren sich die Unternehmen mehr: zum Beispiel auf schlaue Alltagshelfer. Zu den digitalen Dienern gehören Sprachassistenten wie Amazons Alexa, Apples Siri oder der Google Assistant. Sie haben im vergangenen Jahr Smartphones, Laptops und Wohnzimmer geentert.

Zukünftig

Künftig stecken die Assistenten in nahezu allen vernetzten Geräten und warten auf Befehle. Geraten die digitalen Assistenten bisher noch schnell an ihre Grenzen, werden sie in Zukunft wohl nicht nur zuverlässiger auf direkte Befehle reagieren, sondern auch indirekte Wünsche verstehen. "Im Prinzip muss man sagen können, mir ist kalt, und dann geht die Heizung an“, beschreibt Sven Hansen vom Computermagazin „c’t“ das Ziel. "Künstliche Intelligenz ist einer der wichtigsten Technologie-Trends“, betont Christoph Loeffler, Group Director der Design- und Innovationsberatungsagentur Fjord im deutschsprachigen Raum. "Besonders in der Logistik, der Herstellung und Warenlagerung, aber auch im Service-Bereich spielt die künstliche Intelligenz in Form von Chatbots eine Rolle“, erklärt Trendexpertin Schleicher.

Im Auto sind die Assistenten als Beifahrer mit an Bord, Fahrassistenten wie Staupiloten weisen den Weg in Richtung autonomes Fahren. Alexa und Co. wiederum lauschen vor allem über smarte Lautsprecherboxen oder Handys den Wünschen ihrer Nutzer. Über kurz oder lang wird spezielle Hardware aber wohl überflüssig. Denn auch Küchengeräte wie Mikrowellen haben bereits Sprachassistenten an Bord. "Die Tendenz geht zu mehr als einem Mikrofon im Haus“, glaubt "c’t“-Mitarbeiter Hansen. Zunächst nehme die Zahl der Sprachassistenten aber kurzfristig zu, prophezeit Alexander Henschel, Managing Director beim Beratungsunternehmen goetzpartners in München. "Dann werden sich aber drei bis fünf dominante Player durchsetzen.“

Mehr Sicherheit 

Das Smart Home der Zukunft verändert aber nicht nur durch Sprachsteuerung den Alltag der Bewohner. Eine Kombination aus Sensoren, intelligenten Kamerasystemen und Bildschirmen helfe in Zukunft, den Alltag zu bewältigen, sagt Innovationsberater Loeffler. So könnte das vernetzte Zuhause neben Einkauf und Unterhaltung auch für die Sicherheit der Bewohner sorgen – zum Beispiel, indem es ungewöhnliche Bewegungsmuster oder Geräusche als mögliche Notsituation interpretiert. Ob dabei Internetkonzerne, Energieversorger oder Telekommunikationsanbieter die Fäden in der Hand halten werden, ist bislang aber noch ungewiss.

Neue Trends

Zuletzt knackten Fernsehbildschirme immer neue Auflösungsrekorde. Nach HD (1280 zu 720 Pixel) kamen Full HD (1920 zu 1080 Pixel) und 4K (3840 zu 2160 Pixel). Inzwischen sind auch schon 8K-Geräte (7680 zu 4320 Pixel) auf dem Markt. Die neue OLED-Technologie verspricht außerdem bessere Kontrastwerte. Welchen Mehrwert diese Superlative für Kunden bieten, sei allerdings fraglich, stimmen die Experten überein: "Auch mit HD hat man schon sehr gute Bilder“, urteilt Henschel. Was das Gehäuse angeht, ist der Fernseher "auf dem Weg zur Tapete“, sagt "c’t“-Redaktuer Hansen. Superdünne und aufrollbare Displays lassen die neuen Geräte einiger Hersteller eher Postern ähneln als dem ursprünglichen Röhrenfernseher.

Smartphone, Notebook, Tablet – noch sind das verschiedene Geräte. Sieht man sich die neuen Modelle an, verschwimmen die klassischen Kategorien aber immer mehr. Durch Hochleistungs-Chips und Docking-Lösungen kommen Smartphones zukünftig auch als Arbeitsgeräte infrage. Hybridformate wie Convertibles, die sowohl als Tablet als auch als Notebook mit Tastatur funktionieren, nehmen ebenfalls zu. "Die Hersteller versuchen den Leuten zu verkaufen: Das kann alles sein“, beschreibt Hansen die Entwicklung der Hardware. Darüber hinaus geht der Trend in Richtung rahmenlose Displays und kabellose Verbindungen.

 

 

 

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