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Die Ränder fallen weg

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Ein breiter Balken oben, ein breiter Balken unten, und auch links und rechts vom Display noch reichlich Rand: So sahen Smartphones lange aus. Spätestens der diesjährige Mobile World Congress in Barcelona (bis 1. März) setzt einen Schlusspunkt unter dieses Designkonzept. Das neue Standard-Format, das nun auch nicht mehr vor der Mittel- und Einsteiger-Klasse haltmacht, heißt 18:9 – oder auch 2:1. Die praktischen wie optischen Vorteile liegen auf der Hand: mehr nutzbare Displayfläche und kaum noch Ränder

Vorreiter

Auch Sony sattelt bei seinem neuen Oberklasse-Smartphone Xperia XZ2 (800 Euro) auf das neue Format um – sogar mit HDR-fähigen Displays. Und die auf fünf Achsen bildstabilisierte Kamera des XZ2 kann auch 4K-Hochkontrast-Videos aufnehmen. Bei Dämmerung und Dunkelheit lässt sich die Lichtempfindlichkeit des 19-Megapixel-Sensors für Fotos bis ISO 51 200 hochregeln. Den vom Vorgänger XZ1 bekannten Superzeitlupen-Modus mit 960 Bildern pro Sekunde hat Sony ebenso weiterentwickelt wie die 3D-Aufnahmen: Superzeitlupen sind nun in Full-HD-Auflösung möglich, und 3D-Fotos kommen auch von der Frontkamera

Beim neuen Samsung Galaxy S9 (ab 850 Euro) handelt es sich wie beim Vorgänger streng genommen um ein 18,5:9-Seitenverhältnis. Trotzdem war das Galaxy S8 einer der Vorreiter für randlose Displays. Beim neuen S9 haben die Koreaner vor allem die Kamera weiterentwickelt – etwa durch eine variable Blende für helle wie dunkle Lichtverhältnisse und eine effektivere Rauschunterdrückung. Neu sind AR-Emojis, also Gesichter und Figuren, denen der Nutzer etwa mit Hilfe der Frontkamera und erweiterter Realität (AR) seinen Gesichtsausdruck oder seine Haltung verpassen kann.

Mit AR arbeitet auf den S9-Geräten nun auch Samsungs Sprachassistent Bixby. Hält man die Kamera vor ein Gebäude, versucht der Assistent herauszufinden, wo man sich gerade befindet, und zeigt den Namen des Ortes im Kamerabild. 

Innovation und Neuheiten


Nokia setzt beim griffigen Nokia 8 Sirocco (750 Euro) nicht nur auf Design mit Glas- und Edelstahlakzenten, sondern hat dem Flaggschiff auch eine 13-Megapixel-Dualkamera mit Zeiss-Optik verpasst. Die bietet neben einem lichtstarken Weitwinkel ein Tele mit zweifachem optischem Zoom. Dieselbe Dualkamera steckt aber auch eine Klasse darunter im Nokia 7 Plus (400 Euro), das mit 6-Zoll-Display in Full-HD-Plus-Auflösung (2160 mal 1080 Pixel) im 18:9-Format und leicht geschwungener Rückseite kommt.

Eine Überarbeitung seines derzeitigen Flaggschiffs V30 hat LG mit nach Barcelona gebracht. Das V30S arbeitet mit Funktionen künstlicher Intelligenz (KI), die die Koreaner ThinQ nennen. Diese kommen vor allem der Kamera zugute: Sie analysiert Motive, um den optimalen Aufnahmemodus vorzuschlagen, liefert Vorschläge oder Informationen via Bilderkennung und berechnet über Algorithmen Aufhellungen des Motivs bei schlechten Lichtverhältnissen. LG setzt KI aber auch für Sprachbefehle ein, mit denen Nutzer Anwendungen starten oder Funktionen auswählen kann. Außerdem ist der Arbeitsspeicher auf sechs Gigabyte (GB) gewachsen, beim Massenspeicher hat der Käufer die Wahl zwischen 128 und 256 GB (V30S+). 

 

 

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