Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Vorsicht vor dubiosen Streamingportalen

Übersicht

Verbraucherschützer warnen vor einer kriminellen Abzocker-Masche mit vermeintlichen Streaming-Angeboten im Netz. Zahlreiche Websites lockten mit einem offenbar vorgetäuschten Angebot potenzielle Nutzer in die Abofalle, berichtet das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Häufig seien auch Minderjährige über ein Pop-up-Fenster auf eine der Websites gelangt. In der Regel werde dort mit einem fünftägigen kostenlosen Testabo geworben. 

Warnung vor "Streaming-Portalen"

Bei der Registrierung mit Eingabe von Adress- und E-Mail-Daten sowie einer Telefonnummer werden die Daten zwar an die Betreiber übermittelt, doch die Nutzer können meist nicht auf Filme zugreifen. Offensichtlich seien auf den Websites gar keine Filme oder Serien zum Abruf vorhanden, sagte Maximilian Heitkämper, Rechtsreferent im Marktwächter-Team.

Nach Ablauf einer angeblich fünftägigen Testphase fordern die Betreiber bei den betroffenen Verbrauchern per Mail oder telefonisch dann auf aggressive Weise die Zahlung des Jahres-Abo-Betrages ein, der bis zu 359 Euro betragen kann. Falsche Informationen über die Rechtmäßigkeit der Forderung verbreiten die Betreiber auch über Youtube-Videos, in denen vermeintliche Anwälte die Rechtmäßigkeit betonen. "Wir können die Verbraucher nur davor warnen, sich auf einer dieser Webseiten zu registrieren“, sagte Heitkämper.

Die Betreiber dieser Webseiten stellen zudem offenbar regelmäßig weitere Webseiten-URLs online. Auf fast allen dieser Webseiten gibt es ein Impressum, in dem eines von vier Unternehmen mit Sitz in Großbritannien genannt wird. Dabei handelt es sich um "Turquoiz Limited“, "Lovelust Limited“, "Bizcon Limited“ und "Anmama Limited“. 

40 URLs

Nach Recherchen des Marktwächter-Teams gibt es mehr als 40 URLs dieser Betreiber. "Etwa die Hälfte der Webseiten ist derzeit aktiv, die andere Hälfte haben die Betreiber entweder ganz oder zeitweise offline gestellt“, so Heitkämper weiter.

Die vier genannten Firmen betreiben folgende Domains: bigostream.de, boboflix.com, bobstream.de, cinemadome.net, cinemaxx24.com, cineplex24.de, dodoflix.com, felixkino.com, filmpalast24.com, fixago.de, flexkino.com, flixkino.com, imaxcine.com, imaxdome.com, imaxfilme.com, imaxkino.com, imaxtime.com, imaxwelt.com, kinoflexx.com, kinolox.de, kinopalast24.com, kinoplexx.com, kinowelt24.com, kinozeit.net, loxostream.de, maxxflix.de, meinkinowelt.com, mexflix.com, mexkino.com, streamago.de, streamdome.de, streamgogo.de, streamlox.com, streamnox.com, streamogo.de, streamoro.de, streamtime.de, streamtoto.de, streamtox.com, streamzeit.de, wowflix.de und yalastream.de.

Die Empfänger von Rechnungen jener zwielichtigen Streamingportale sollten keinesfalls bezahlen, sondern die Forderung bestreiten. Einen Musterbrief der Verbraucherzentrale finden Betroffene hier. dpa/ivo

 

 

Galerien

Regionale Events