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Plastikzeitalter geht zu Ende

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Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel hat der Wettlauf begonnen, welche Kette als erste Einwegartikel aus Plastik aus dem Sortiment verbannen wird. Kaufland und Lidl aus Neckarsulm sowie Rewe haben gestern entsprechende Schritte angekündigt. 

Umstellung 

Rewe möchte als erster Einzelhändler in Deutschland bereits ab Frühjahr 2019 Plastikhalme aus dem Sortiment nehmen. Bisher gingen in den knapp 6.000 Märkten der Gruppe – einschließlich Penny und Toom – pro Jahr etwa 42 Millionen Einwegtrinkhalme über den Tresen. Durchschnittlich werden diese nur 20 Minuten genutzt, bevor sie im Müll und oft im Meer landen. In den kommenden Monaten sollen die Restbestände abverkauft werden, nächstes Jahr werde man Alternativen aus zertifiziertem Papier, Weizengras oder Edelstahl anbieten, heißt es.

Bei der Schwarz-Gruppe dauert die Umstellung einige Monate länger, nämlich bis Ende 2019, dafür werden nicht nur Trinkhalme, sondern auch Einwegbecher und -gläser, Teller, Besteck und Wattestäbchen mit Plastikschaft komplett aus dem Sortiment verbannt.

Alternative Materialien

"Mit der Auslistung vermeiden wir den Einsatz von Plastik und tragen so zu einer Verbesserung unserer Plastikbilanz bei“, sagt Jan Bock, der bei Lidl Deutschland den Einkauf verantwortet. Auch hier sollen sie durch Materialien ersetzt werden, die wiederverwendbar sind. "Die Umstellung auf die alternativen Materialien erfolgt sukzessive nach Abverkauf der bereits eingekauften Mengen, um eine unnötige Verschwendung von Ressourcen zu vermeiden“, sagt Jan Bock. Man arbeite mit Lieferanten an der Entwicklung von Alternativen. Bei Salaten zum Sofortverzehr und bei Getränken strebt Lidl die Umstellung von Besteck und Trinkhalmen ebenfalls an – im zweiten Schritt. Andere Lidl-Landesgesellschaften werden dem deutschen Vorbild folgen: In der Schweiz hat das Unternehmen dies bereits angekündigt.

Damit folgt Lidl der im Februar angekündigten Strategie, den Plastikeinsatz bis zum Jahr 2025 um 20 Prozent zu reduzieren. Diesem Ziel hat sich das Schwesterunternehmen Kaufland ebenfalls angeschlossen. "Indem wir die verbleibenden Kunststoffverpackungen bei unseren Eigenmarken gänzlich recyclingfähig machen, können wir den Rohstoff in den Wertstoffkreislauf zurückgeben“, sagt Einkaufsvorstand Frank Hirnschal.

Mehrweg statt Einweg

Darüber hinaus strebt auch Kaufland an, Ohrenstäbchen aus Kunststoff, Plastik-Strohhalme und Einweg-Kunststoffgeschirr der Eigenmarken aus dem Sortiment zu nehmen und durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen. Neben nachhaltigeren Papp-Tellern soll verstärkt Mehrweg-Geschirr ins Sortiment aufgenommen werden, heißt es bei Kaufland. Während Lidl, Kaufland und Rewe gestern praktisch zeitgleich konkrete Ziele verkündeten, verweist Edeka darauf, dass man ebenfalls Mehrwegartikel als Alternative zu Wegwerfprodukten entwickle.

 

 

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