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Eine Frage des Typs

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Bei Milchschokolade werden nicht nur Kinder schwach. Die Stiftung Warentest hat für ihr Dezember-Heft 25 hochwertig anmutende und beliebte Schokoladen getestet, darunter vier Bioschokoladen. Bekannte Marken wie Hachez, Lindt, Merci, Milka und Ritter Sport sind ebenso vertreten wie Tafeln von Aldi und Lidl (Preise: 0,69 bis 6,95 Euro pro 100 Gramm). Viele Schokoladen im Test sind gut. Doch ausgerechnet die teuerste Milk Chocolate von Godiva ist die schlechteste: Sie ist stark mit Nickel belastet. Ganz vorn liegt dagegen ein Produkt mit Fairtrade-Siegel, "Die gute Schokolade“.

Sensorisches Urteil

Was macht eine gute Schokolade aus? Sie sollte eine deutliche Kakaonote haben, sahnig im Geschmack sein und nach Karamell duften. Wenn die Tafeln dann noch frei von Luftbläschen sind, eine glatte Oberfläche haben und an den Bruchkanten nicht splittern, punkten sie bei der Stiftung Warentest. 21 von 25 getesteten Schokoladentafeln haben daher im Punkt "Sensorisches Urteil“ von den Testern die Note "gut“ oder "sehr gut“ erhalten, berichtet die Zeitschrift "Test“ (Ausgabe 12/2018).

Fast alle getesteten Tafeln sind Milch- und Vollmilchschokoladen, eine ist eine Sahneschokolade. Die Tester untersuchten sie auf Schadstoffe, bestimmten ihre Milch- und Kakaoanteile, prüften die Kennzeichnung – und natürlich verkosteten sie sie auch. Die Gesamturteile reichen von gut bis ausreichend.

Für jeden was dabei

An der Frage zartschmelzend oder knackig-fest scheiden sich viele Geister. Der Test sagt, mit welchen Marken Freunde weicher, cremiger Schokoladen auf ihre Kosten kommen. Deren zarter Schmelz entsteht durch das Rühren in Conchiermaschinen, kurz Conche. Sie zergehen langsam auf der Zunge. Wer dagegen gern Schokolade abbeißt, sollte zu knackigen Tafeln greifen.

Zwei Schokoladen schneiden bei der Verkostung sehr gut ab (Die gute Schokolade und Lindt): Die auf Schokolade trainierten Prüfpersonen beschreiben beide als besonders komplex in Geruch und Geschmack, als sehr stark cremig, als sehr intensiv sahnig im Geschmack, sehr vanillig sowie stark süß. Den einzig wahren Schoko-Geschmack für jedermann gibt es aber nicht. Manche schätzen einen weniger süßen, aber dafür intensiven Kakaogeschmack. Der Test bietet für jeden Genießertyp geschmacklich gute Schokoladen.

Problem im Griff

Schadstoffe verderben nicht den Genuss – mit der einen Ausnahme von Godiva. Aber selbst wenn Schokoholics hin und wieder eine Tafel der betroffenen Marke komplett verdrücken würden, müssten sie keine gesundheitlichen Auswirkungen befürchten. Lange waren Spuren von Mineralöl ein Problem. Nun attestieren die Warentester, dass die Hersteller das Problem mittlerweile "im Griff“ haben. Zudem sei keine Schokolade nennenswert mit Pflanzenschutzmitteln oder dem Schadstoff Kadmium belastet.

Vollmilchschokolade besteht zu einem großen Teil aus Zucker. Außerdem muss sie laut Kakaoverordnung mindestens 30 Prozent Kakao- und 18 Prozent Milchbestandteile haben. Eine Vollmilchschokolade im Test enthält jedoch etwas zu wenig Milch.

Viele Schokoladen enthalten aromatisierende Zutaten, doch nicht immer sind die richtig benannt: Bei einem Produkt steht "natürliches Vanillearoma“ in der Zutatenliste, die Tester wiesen aber nur Ethylvanillin nach. Das kommt in der Natur nicht vor. Ein Anbieter bildet Vanilleblüte und -schoten ab, verwendet aber den Aromastoff Vanillin. Und ein weiterer verspricht auf der Verpackung "verfeinert mit echter Bourbon-Vanille“. Nachgewiesen haben die Tester aber nur Spuren an Vanille.

 

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