Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Zukunft im Unterricht behandeln

Übersicht

Schulthemen belegen derzeit einen großen Raum in den Medien und bei den Diskussionen unserer Leser. Ob Sprachkenntnisse, Schwänzen für die Zukunft oder die Verschiebung der Einschulung – es wird munter argumentiert. Des Weiteren geht es um Fleisch, Militärparaden bei Nationalfeiertagen, die Seenotrettung und auch um Volkswagen

Fehler liegt im System

Zu den Themen "Deutsch als Voraussetzung für die Grundschule", Fridays-for-Future-Demos und spätere Einschulung

Ich bin selber Vater und bin diesem Thema schon persönlich ausgesetzt worden. Unsere vorschulische Bildungseinrichtung verfolgt die pädagogische Idee, dass Deutschkenntnisse ausreichend von Kitas und Schulen vermittelt werden können, sodass es ausreichend ist, dass die Kinder die Mutter- bzw. Herkunftssprache der Eltern gut beherrschen. Insoweit ist dies zunächst auch nicht zu beanstanden. Gleichzeitig begegnete ich einer Kinderärztin, die selbst hörbar einen Migrationshintergrund hat, und Einschulungstests durchführt. Diese wiederum schlägt verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammen, weil die Kinder ihren Anweisungen im Rahmen der Tests, schlicht aufgrund fehlender Deutschkenntnisse, nicht folgen können. Der Fehler liegt also offenbar im System. Durch diese Systematik verfallen Grundschulen zu Sprachkursen. Im übrigen bin ich niemand aus der rechten Ecke. Ich bin das, was man landläufig ein Positivbeispiel der Integration nennt und kein Muttersprachler. Rafael Slawik, Heilbronn

Kampf für die Zukunft

Unsere Schuljugend demonstriert und kämpft mutig für die Zukunft von uns allen. Ihr gelobter Idealismus braucht Verständnis und Anerkennung und vor allem Unterstützung von uns allen, besonders aus Politik und Wirtschaft. Strafandrohungen sind in der modernen Schulpädagogik ein absolutes "no go". Gottlob gibt es, im Gegensatz zu unserer Kulturministerin, Schulleiter, die ihre Schüler unterstützen und das Thema Zukunft im Unterricht behandeln , was ausgefallene Schulstunden optimal kompensiert. Bildung und Demokratieverständnis sind unzertrennbarDr. Friedrich Toepler, Bad Rappenau 

Nicht im Urlaub streiken

Klar gibt es eine Schulpflicht, aber als normaler Arbeitnehmer wird auch nicht im Urlaub oder in der Freizeit gestreikt, sonst bleibt der Effekt aus. Wenn man die Ausfälle von normalen Schulstunden gegen die verpassten "Streik-Stunden" rechnet, wird sich das wahrscheinlich im Promille-Bereich bewegen. Dagegen sollte etwas passieren, aber das interessiert niemand. Timo Wandtke, Bad Rappenau

Nicht ermutigen

Zu einem Kommentar von S. Lange

Sich wieder "zu trauen", wie Stefan Lange vorschlägt, einige im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen, würde wieder das fatale Signal an die Menschen in den Krisen- und Entwicklungsregionen aussenden: "Ihr könnt es doch schaffen, wenn ihr den Schleppern vertraut". Herr Lange selbst verweist auf die bitteren Erfahrungen nach 2015, als die Aufnahme von wenigen Tausend in Budapest gestrandeten Flüchtlingen annähernd zwei Millionen Menschen ermutigte, sich auf einen langen Weg nach Deutschland zu begeben, und viele Tausende dabei ihr Leben ließen. Er beklagt ausschließlich die Toten im Mittelmeer und blendet dabei aus, dass vielen Flüchtlingen bereits auf dem Weg durch Afrika das gleiche Schicksal widerfährt. Dabei haben doch der Türkei-Deal und auch die Schließung der Balkan-Route 2016 sowie der italienischen Häfen 2018 nachweislich gezeigt, dass sich deutlich weniger Menschen auf diese Todesrouten begeben, wenn sie wissen, dass sie nicht ankommen. Hans-Dieter Haas, Neuenstadt

Man muss sich wundern

Zu AKK als Verteidigungsministerin

Annegret Kramp-Karrenbauer – die neue Verteidigungsministerin! Bei dieser Meldung bleibt einem die Spucke weg. Hat man im Regierungsviertel die vernünftige Demokratie vergessen? Vor sieben Wochen hat die Parteivorsitzende der CDU erklärt, dass sie kein Ministeramt anstrebt. Man muss sich schon wundern, dass das derzeitige Dreigestirn Merkel, von der Leyen und Kramp-Karrenbauer uns wieder etwas Neues vermitteln will. Fred Steininger, Heilbronn

Rindfleisch für Autos

Zu US-Importen von Rindfleisch

Deutschland ist ein Exportland für Fleisch – 50 % der Produktion werden exportiert und die Gülle bleibt bei uns zurück. China ist, nach Italien, der zweitgrößte Importeur für Schweinefleisch. Italien produziert in Parma daraus den beliebten Parmaschinken für uns. Der Transport ist also immer noch zu billig. 60 % der Biomasse weltweit sind Nutztiere, und die benötigen über 30 % unseres Landes, nur 5 % der Nutzfläche wird für die übrige Nahrungsmittelerzeugung benötigt. Nun müssen wir auch noch Rindfleisch verbilligt aus den USA importieren, damit wir unsere Autos exportieren können. Die bessere Alternative sind vermutlich fleischlose Burger oder Fischstäbchen aus Erbsenprotein. Wenn wir darauf umstellen würden, wäre dem Planeten schon etwas geholfen. Gila Seewi, Heilbronn

Unten durch

Zum Thema "VW will neues Werk in der Türkei bauen"

Wer sich aus reiner Gewinnsucht bei einem türkischen Despoten, der die Menschenrechte mit Füßen tritt, profilieren will, ist von meiner Seite unten durch. Wie kann man nur daran denken, in der Türkei ein deutsches Automobilwerk zu bauen, während es in Europa genügend arme Länder gibt, die Standorte zur Verfügung stellen würden. Diese Planer sind weltfremd. Werner Anderson, Heilbronn

Schnell hochzüchten

Zum Kommentar von B. Junginger zu Fleischpreisen und dem Weltklima

Halleluja wir haben wieder Sommer, das passt doch wunderbar in die Feststellungen und Ankündigungen des Weltklimarats und natürlich auch in die Debatte um höhere Fleischpreise. Und da kommt Herr Junginger natürlich gleich mit noch schwereren Geschützen, der sogenannten Sozialen Frage, denn sozial schwache Familien könnten sich dann nur noch neun Schnitzel leisten statt sonst zehn Stück in der Woche. Ich kann nur hoffen, dass sich diese Meinung, der Markt würde schon alles richten, nicht noch mehr durchsetzt. Denn wenn das passiert, haben wir alle mit noch mehr Gülle und damit Nitrat im Grundwasser zu tun, Hier geht es schon lange nicht mehr um Tiere, nein hier geht es um Einheiten, die ganz schnell hochgezüchtet werden, um dann nach China verbracht zu werden. Nur dass der ganze Dreck in unserem kleinen Land bleibt und dafür vergibt dann unsere Regierung Subventionen in Milliardenhöhe. Das alles ist vergebene Müh, solange Deals mit den Amerikanern über mehr Rindfleisch-Lieferungen vereinbart werden oder die EU mit Brasilien höhere Lieferungen von Soja vereinbart, damit der Regenwald noch schneller abgeholzt werden kann und wir können noch billiger Fleisch produzieren. Klaus Janke, Eppingen

Trump-Bashing

Zu Nationalfeiertagen

Irgendwie fühle ich mich verschaukelt. Als am 4. Juli in Amerika zum Unabhängigkeitstag Waffensysteme mit einbezogen wurden, war das im üblichen Trump-Bashing Populismus. Bei den Feiern zum französischen Nationalfeiertag zeugen hingegen die einbezogenen Waffensysteme von Stärke und Verbundenheit. Liebe Medien, mag Trump sein wie er will, aber diese andauernde negative Berichterstattung über Trump hängt mittlerweile nicht nur mir aus dem Hals. Johann Buchholz, Oberstenfeld

Kohledreckschleudern

Zum Kommentar von Torsten Henke "Mit Hitze leben lernen"

Der Klimawandel und der deutsche Wald. Viele Bäume sterben den Hitzetod (langsames Absterben) oder durch Waldbrände. Der Klimawandel ist menschengemacht. Sieben der zehn größten Kohledreckschleudern in Europa stehen in Deutschland. Die Stadt Paris will den Diesel bis 2025 aus der Stadt heraushaben. In alten Schwarz-Weiß-Filmen ist das Leben in deutschen Großstädten zu sehen: Viele Straßenbahnen, Fahrräder, Menschen und wenig Autos. Erich Spöhrer, Neudenau

 

 

Galerien

Regionale Events

Würth feiert Jubiläum

Im Jahr 2020 blickt die Adolf Würth GmbH & Co. KG auf ein 75-jähriges bestehen zurück. Gefeiert wird dies mit den Würth Philharmoniker, Open Air und einem Tag der offenen Tür.