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Greta im Land des Unbelehrbar

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Für Millionen Menschen wartete hinter der Meerenge zwischen Brooklyn und Staten Island ein anderes Leben. Es waren Migranten und Flüchtlinge auf Schiffen aus Europa, die ihr Glück in der Neuen Welt suchten. Nun segelt die schwedische Aktivistin Greta Thunberg an der Freiheitsstatue vorbei auf die berühmteste Skyline der Welt zu. 

Zwei Wochen nach dem Start ihrer Segelreise über den Atlantik hat sie New York erreicht. Nach Tausenden Seemeilen auf dem Ozean ging die 16-Jährige vor Hunderten Schaulustigen, jungen Aktivisten und Medienvertretern von Bord der Rennjacht "Malizia", mit der sie über den Großen Teich gesegelt war. In der Hand hielt sie ihr berühmt gewordenes Protestschild mit der Aufschrift "Skolstrejk för klimatet" (Schulstreik fürs Klima), das bereits am Freitag auf US-Boden zum Einsatz kommen dürfte.

Nicht seekrank

"All das hier ist sehr überwältigend. Der Boden wackelt noch", sagte die junge Schwedin nach ihrer Ankunft im Hafen North Cove Marina in Manhattan. Der Transatlantik-Törn sei gut gewesen. "Ich habe mich nicht ein Mal seekrank gefühlt", sagte sie. UN-Generalsekretär António Guterres begrüßte sie bereits via Twitter in der US-Metropole: "Willkommen in New York, Greta Thunberg!", schrieb er. 

Aus Thunbergs Umfeld verlautete, dass sie zu politischen Gesprächen nach Washington fahren wolle. Ein Treffen mit US-Präsident Trump, der eine klimafeindliche Politik betreibt, scheint ausgeschlossen. Nach ihrer Ankunft wiederholte Thunberg ihren Standpunkt, es bringe nichts, Trump überzeugen zu wollen, wenn er nicht auf die Erkenntnisse der Wissenschaft hören wolle. "Wenn es niemand geschafft hat, ihn von der Klimakrise und der Dringlichkeit zu überzeugen, warum sollte ich es dann schaffen?" Sie werde sich vielmehr darauf konzentrieren, auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam zu machen.

Thunberg kündigte an,am Freitag bei einem Klimaprotest vor dem Gebäude der Vereinten Nationen dabei sein zu wollen. Vor der Aktivistin liegen eine Reihe von Klimakonferenzen, Protesten und weiteren Terminen. Der Jugend-Klimagipfel der UN in New York startet am 21. September, ihm folgt der UN-Klimagipfel mit Staats- und Regierungschefs vor der UN-Generalversammlung. Rundherum gibt es international koordinierte Klimaproteste der Fridays-for-Future-Bewegung.

 

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