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Pink in Stuttgart

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Ein Popstar ohne Bodyguards mitten in Stuttgart? Nur wenige werden die Frau mit den kurzen, blonden Haaren am Mittwochnachmittag erkannt haben.

Kurzer Stopp an Weinbar

Auf Instagram dokumentierte Pink, in Jeans und unter einem schwarzen Hut nur ein wenig versteckt, ihren persönlichen und offenbar spontanen Zwischenstopp in einer Weinbar am Stuttgarter Schillerplatz. "Was für ein lustiger kleiner Fund in Stuttgart, während das Baby ein Schläfchen macht“, schrieb die US-Amerikanerin und versah den Post auch gleich mit einem Riesling-Hashtag

Am Abend ist der Auftritt der 39-Jährigen dann nicht mehr so unauffällig. Mit 44 000 Fans feierte Pink, die mit bürgerlichem Namen Alecia Beth Moore heißt, auf ihrer "Beautiful Trauma“-Tour in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena. Mit dem ersten Song "Get The Party Started“ gibt sie gleich die Richtung vor, schwingt sich bei der stampfenden Partyhymne in luftige Höhen, um kopfüber an einem glitzernd-pinken Kronleuchter zu turnen. Beeindruckend, wie die Powerfrau ihre druckvolle Stimme trotz akrobatischer Höchstleistungen behält.

Beeindruckende Show

Auf der Bühne wird für die Fans einiges geboten, für das Auge ist das fast schon eine Reizüberflutung. Feuerfontänen, Feuerwerke und eine flackernde Lichtershow sorgen für den passenden Rahmen, Wirbelwind Pink fegt von einem Bühnenende zum anderen, wird dabei von einer achtköpfigen Band und einem Dutzend Tänzer umrahmt. Große Scheinwerfer, verbogene pinke Straßenlaternen, ein beleuchteter Steg und zwei riesige herzförmige Videoleinwände sind Hingucker.

Zwischen Songs ihres aktuellen Albums "Hurts 2B Human“ mischt Pink Hits aus ihrer knapp 20-jährigen Karriere: Die melancholische Rockballade "Try“, ein Song über das Eingehen von Risiken in der Liebe, die druckvolle Hymne "Just Like A Pill“ oder "Funhouse“, das Pink mit dem temporeichen No-Doubt-Hit "Just A Girl“ zusammenbringt, werden von den Fans gefeiert. Für das ruhige Duett "90 Days“ bekommt sie Unterstützung von Singer-Songwriter Wrabel, Bishop Briggs Song "River“ verpasst sie bei ihrer Coverversion einen Rock-Anstrich, Cyndi Laupers "Time After Time“ wirkt bei einer eingeschobenen Akustik-Session noch bedächtiger als das Original. Toll auch "I Am Here“, das Pop-, Country- und Gospelanleihen tanzbar miteinander verbindet. 

Positive Statements

Mehrfach wechselt die US-Amerikanerin das Outfit, kokettiert mit ihrem Image und zeigt sich mal im frech-punkigen Karo-Look, mal im schwarzen Glitzerkleid. Zwischen den Songs bleibt Zeit für einige Videobotschaften: Sei du selbst, lass dich nicht unterkriegen, sei ein Kämpfer – das möchte der Superstar seinen Fans mit auf den Weg geben. Statements gibt es auch für die Stärkung von Frauenrechten und pro gleichgeschlechtlicher Ehe.

Mit dem knackig rockenden "So What“, einem Song, den Pink während einer kurzen Trennung von ihrem Ehemann Carey Hart geschrieben hat, biegt das Konzert auf die Zielgeraden ein, "Glitter In The Air“ bildet nach zwei Stunden und insgesamt 23 Songs den Abschluss eines gelungenen Live-Auftritts. Auch beim Publikum in Stuttgart zeigt sich Pink nahbar, geht mehrfach auf Tuchfühlung, gibt Fans in der ersten Reihe Autogramme.

"Mein Vater hat damals seine Rolex verkauft, um das Kindergeld zu bezahlen. Von meinem ersten Scheck habe ich sie ihm zurückgekauft. Er hat sie danach beim Autofahren immer stolz aus dem Fenster gehalten. Das gleiche kannst du jetzt auch machen“, sagt Pink schelmisch grinsend zu einem Fan, auf dessen Arm sie sich gerade verewigt hat.

 

 

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