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Apple fotografiert Heilbronn

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Apple hat gestern die Fahrten seiner Kamera-Autos in Deutschland gestartet. Wie aus einer von dem Unternehmen veröffentlichten Liste hervorgeht, sind die Fahrzeuge unter anderem in Heilbronn, Mannheim, München, Stuttgart und Frankfurt unterwegs.

In Deutschland unterwegs

Außerdem stehen diverse Landkreise in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und dem Saarland auf dem Terminplan. Die Fahrten in Heilbronn und dem Landkreis sollen bis zum 13. August dauern. In Hohenlohe sind die Apple-Autos vom 3. bis 18. August im Einsatz. 

Apple schickt gut 80 Fahrzeuge nach Deutschland. Bis Ende September sollen die Apple-Fahrzeuge auch in Brandenburg, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Sachsen unterwegs sein. Erst im kommenden Jahr kommen Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein dran. Vor Deutschland fuhren Apples Kamerawagen in Europa bereits Straßen in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Kroatien und Slowenien ab. 

Panorama in 3D

Die Daten sollen in erster Linie die Apple-Karten in iPhones und anderen Geräten des Konzerns verbessern, hieß es. Apple kann aus den Fotos unter anderem Informationen wie Namen von Straßen oder Geschäften sowie zu Verkehrszeichen und Straßenführung herausziehen. Die Bilder könnten in Zukunft aber auch im neuen Panorama-Dienst Look Around zum Einsatz kommen – Apples Konkurrenzangebot zu Google Street View. Bei Look Around können Nutzer sich auf dem Bildschirm durch dreidimensionale Darstellungen von Straßenzügen bewegen.

Die Funktion soll im Herbst zunächst für einige ausgewählte Gebiete wie die Umgebung von San Francisco verfügbar sein. Über die Einführung von Look Around in Deutschland soll später entschieden werden. Gesichter und Autokennzeichen werden bei Look Around – wie auch etwa bei Googles Street View – automatisch verpixelt. Wer vermutet, von der Kamera eines Apple-Autos aufgenommen worden zu sein und das Bild einsehen oder löschen lassen will, kann das bei dem Konzern unter anderem per E-Mail (mapsimagecollection@ apple.com) beantragen. Dabei muss man den Ort und den ungefähren Zeitpunkt der Aufnahme angeben.

Akkurate Aufnahme

Die Fahrzeuge sind zudem mit Laser-Radaren ausgestattet, die ihre Umgebung in 3D abtasten. Die unter dem Namen Lidar bekannten Geräte werden auch in selbstfahrenden Autos eingesetzt. Die Fahrzeuge zeichnen per GPS ihren Aufenthaltsort auf. Der Start von Googles Street View Mitte 2010 wurde von der Debatte um das Recht auf Verpixelung nicht nur der Gesichter, sondern auch der Wohnhäuser überschattet. Die Straßenzüge deutscher Städte in dem Dienst weisen zahlreiche Lücken auf. dpa/red 

 

 

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