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Gemeinsam Leben & Lernen

Übersicht
Der Wecker klingelt. Namibia schlägt die Decke zurück, Ghana macht sich zu den Duschen auf. Aus Richtung Indien kommt ein unterdrücktes Gähnen. Natürlich heißen meine Zimmerkameradinnen nicht wie die Länder, aus denen sie kommen. Aber erst, wenn ich mir meine Situation so überzeichnet vorstelle, wird mir die Reichweite an Erfahrung bewusst, die hier versammelt ist.

17 Nationen

Wir befinden uns in einem Zimmer des Robert-Bosch-College in Freiburg. Eine der 17 weltweit verteilten Schulen der Bildungsbewegung UWC. Was alle United World Colleges, ob im deutschen Freiburg, in ArmenienHongkong, den Vereinigten Staaten oder Swasiland, vereint, ist das Ziel, mit einer einzigartigen Bildung Frieden und Nachhaltigkeit zu fördern.
 
Wie das bei uns konkret aussieht: 200 Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichsten Nationen, Kulturen, Religionen und sozio-ökonomischen Hintergründen leben und lernen in einem ehemaligen Kartäuserkloster, das zu einer Schule mit angeschlossenem Internat umgebaut wurde.

Alle Menschen

Wir durchleben hier die letzten beiden Schuljahre (mit Englisch als Unterrichtssprache) und schließen sie mit dem International Baccalaureat ab. Was die Schule so besonders macht? Sie beschränkt sich nicht nur auf das Akademische. Debatten ersterben nicht mit Unterrichtsende; hier sprüht es nur so von Motivation und dem Willen, die Welt zu ändern.
 
Abstrakte Konzepte wie Völkerverständigung und interreligiöser Dialog werden bei uns alltäglich gelebt: bei Gesprächen in der Mensa, auf dem Sofa unseres Gemeinschaftsraumes, spätabends in unseren Vier-Bett-Zimmern. Am Anfang stellen wir uns mit unserem Namen und Herkunftsland vor.
 
Aber sehr bald schon wird deutlich, dass wir alle einfach Jugendliche sind - mit ähnlichen Freuden und Sorgen. Und dabei ist es egal ob man aus Israel oder Palästina; der Ukraine oder Russland kommt, Muslim, Jude oder Christ, hetero- oder homosexuell ist. Wer einmal die Erkenntnis hat, dass wir alle nur Menschen sind, für den wird es wesentlich schwieriger, auf Hassparolen hereinzufallen oder einen Krieg anzuzetteln.

Du interessierst dich für das United World College?

Bei Interesse schau einfach beim United World College vorbei. Alle Bewerbungen deutscher Bewerber gehen an die Unterorganisation UWC Deutschland. Die Auswahl findet in zwei Etappen statt: Erst erfolgt eine schriftliche Bewerbung, dann ein Auswahlwochenende. Anstatt nach Schulnoten zu urteilen, ist das wichtigste Kriterium die Motivation des Bewerbers. Nicht das Einkommen der Eltern entscheidet darüber, wer einen Platz an einem College bekommt, es wird erst nach der Auswahl gefragt, wie viel von dem Schulgeld die Familie selbst bezahlen kann. Zusammengefasst kann man sagen: Es kommt nicht darauf an, wo man herkommt, sondern wo man hin will.
 

Neugierig geworden?

Dann erfahre mehr über die Meinungen der Schüler:

Akhtar zog von Berlin nach Freiburg, um für Frieden einzustehen. Warum der 19-Jährige sich entschlossen hat, beim UWC mitzumachen, erfährst du hier.

Adwoa kommt aus dem Süden Ghanas. Sie möchte die Menschen um sich herum bereichern und glücklich machen. Hier erzählt sie, wie sie sich die Welt in 20 Jahren vorstellt.

Die aus Kiew stammende Daryna kam aus sehr persönlichen Gründen. Ihre Beweggründe und eigenen Erfahrungen schildert sie euch hier.

Die 17-jährige Alexa stammt aus den Philippinen und möchte neue Perspektiven gewinnen. Sie zählt hier auf, was ihr im Leben besonders wichtig ist.

 
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