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5G wird versteigert

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Vor dem Start der 5G-Mobilfunkauktion hat Behördenchef Jochen Homann die Bedeutung der Frequenzvergabe betont. "Wir wollen mit dieser Versteigerung einen Beitrag leisten für das Thema Gigabitgesellschaft und insbesondere für das Thema Industrie 4.0“, sagte Homann am Montag. Die neuen Frequenzen würden sich besonders für die Industrie eignen.

Für die Zukunft

5G sei für das autonome Fahren von zentraler Bedeutung, betonte der stellvertretende Porsche-Chef Lutz Meschke. Er sprach sich auch dafür aus, die chinesische Huawei-Technologie einzusetzen, weil sie die beste sei. "Es gibt keine Beweise dafür, dass sie für geheimdienstliche Zwecke eingesetzt wird“, sagte er vergangenen Freitag.

Bei der Versteigerung, die heute um 10 Uhr startet, geht es aber darum, wer die neuen 5G-Netze bis zum Jahr 2040 betreibt. Die Auktion wird wohl mindestens drei Wochen dauern. Ins Rennen gehen die bisherigen Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica sowie der Neueinsteiger Drillisch vom Konzern United Internet . Fachleute rechnen mit Staatseinnahmen von drei bis fünf Milliarden Euro. 5G ermöglicht einen Datenaustausch fast ohne Verzögerung und eine Verteilung der Datenströme auf Nutzer und Anwendungen.

Datengeschwindigkeit verdoppeln

Homann zeigte sich zuversichtlich, dass es künftig weniger Funklöcher geben wird. "Wir teilen das Interesse der Politik an einer besseren Flächenversorgung.“ Die Netzbetreiber, die bei der Auktion den Zuschlag bekommen, müssen laut Ausbauregeln der Bundesnetzagentur bis Ende 2022 alle Autobahnen und ICE-Strecken sowie die wichtigsten Bundesstraßen mit schnellem Internet versorgen. Bis Ende 2024 sollen die restlichen Bundesstraßen angeschlossen werden, hier gilt eine Mindest-Übertragungsrate von 100 Megabit pro Sekunde.

"98 Prozent der Haushalte mit 100 Megabit pro Sekunde, das ist nicht wenig“, erklärt Fiete Wulff, Sprecher der Netzagentur. Das sei eine Verdopplung der Datenrate. „Das Ziel ist, dass wir zuerst die Infrastruktur schaffen, bevor der Bedarf da ist.“ Eine flächendeckende Versorgung mit 5G sei jedoch nicht rentabel. "Es gibt Bereiche, in denen sich das betriebswirtschaftlich nicht rechnen würde.“

Freiwilliger Service

Die Auktion ist eine langwierige Sache – Verfahren in den vergangenen Jahren dauerten zwischen drei und sechs Wochen. Erst wenn auf keines der 41 Frequenz-Pakete mehr geboten wird, wird die Auktion beendet. Im Vorfeld der Auktion gab es Überlegungen, das sogenannte National Roaming vorzuschreiben. 

Wer im Funkloch ist, könnte damit auf das Netz eines anderen Anbieters wechseln. "Für eine Anordnung sehen wir keine Rechtsgrundlage“, sagt Wulff. Die Anbieter könnten den Service freiwillig anbieten. don/mfd

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