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Kritik am Krisenmanagement

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Wir haben die CDU-Bundestagsabgeordneten aus der Region gefragt, wie sie zu den Aussagen ihrer Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer stehen, die im Netz auf solch heftige Kritik gestoßen sind: 

Alles geplant?

Eberhard Gienger, Abgeordneter für den Wahlkreis Neckar-Zaber (67), hat das Rezo-Video selbst nicht gesehen, "nur die elfseitige Erwiderung der CDU“. Seine Vermutung: Hinter dem Video und dem Aufruf der 70 Youtuber, nicht CDU, CSU oder SPD zu wählen, könnte "ein Auftraggeber“ stecken – also beispielsweise eine Firma oder Firmen, die mit der "Negativwerbung“ ein Ziel verfolgten. Ihm sei jedenfalls zugetragen worden, dass im Impressum des fraglichen Videos auch Firmennamen aufgelistet seien. 

Das Krisenmanagement seiner Partei im Umgang mit den Youtubern findet Gienger "nicht gut“: "Man hätte anders, in Jugendsprache reagieren müssen.“ Der Parteivorsitzenden Kramp-Karrenbauer gibt er jedoch recht: "Im Netz sollten Regeln gelten, die definiert werden müssen.“ Diese sollten "in die gleiche Richtung gehen wie bei Zeitungen“. Wie solche Regeln aussehen könnten, müssten Fachleute definieren.

Kritik aushalten

Alexander Throm , Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Heilbronn (50), schreibt unserer Redaktion: "Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, völlig unabhängig vom Medium, über das sie stattfindet. Daran gibt es nichts zu rütteln. Allerdings müssen alle dann auch Widerspruch aushalten. Niemand, auch kein Youtuber, hat die Wahrheit für sich gepachtet. Einen Grundkonsens aller Demokraten muss es aber geben: Hetze und Diffamierung sind zu ächten, egal aus welcher politischen Richtung sie kommen.“ 

Der Hohenloher Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten hat nicht auf unsere Anfrage reagiert. 

CDU erwischt

Euch interessiert, wie es zum Dilemma der CDU gekommen ist? Klickt hier, um zum Artikel über den Auslöser und die Reaktion der CDU-Parteichefin zu gelangen.


 

 

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