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Der Job als Sportverhinderer

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Die Deutschen mögen Sport – und zwar nicht nur fernsehend auf der Couch liegend, sondern aktiv. Viele Bürger würden gerne mehr Sport treiben. Doch zwischen Wunsch und Wirklichkeit klaffen häufig Lücken, wie der aktuelle Sportreport 2019 von Intersport zeigt. Im Auftrag des Heilbronner Sportfachhandelsverbundes wurden 1010 Bundesbürger zwischen 14 und 69 Jahren zu ihrem Sportverhalten befragt. 

Motivationsprobleme

Dabei wurde deutlich, dass der Beruf eines der Haupthindernisse für Sport ist. Zwar versuchen 80 Prozent der Befragten, Bewegung so gut wie möglich in den Arbeitsalltag zu integrieren. Und 73 Prozent geben an, dass ihnen die Vereinbarkeit von Job und Sport sehr wichtig ist. Doch die Realität sieht oft anders aus. Denn 68,5 Prozent sagten in der Befragung, dass sie neben dem Beruf und den familiären Verpflichtungen oft nicht zum Sport kommen. Auch an der Motivation hapert es mitunter. Fast zwei Drittel räumten ein, dass sie sich zwar fest vornehmen, nach der Arbeit Sport zu treiben, es dann aber nicht tun, weil sie nicht mehr genügend Motivation haben. 

Abhilfe könnte dadurch geschaffen werden, dass Sport in den Arbeitsalltag integriert wird. Mehr als die Hälfte der befragten Bürger (55,3 Prozent) kann sich vorstellen, an einem Sportprogramm ihres Unternehmens teilzunehmen. Das Problem ist das mangelhafte Sportangebot in den Betrieben. So haben zwei Drittel der Unternehmen, bei denen die Befragten arbeiten, kein betriebseigenes Fitnessangebot für die Mitarbeiter. Hier sieht Intersport "ganz klar Aufholbedarf“. Schließlich führe Betriebssport dazu, dass die Mitarbeiter besser gelaunt, gesünder, motivierter und leistungsfähiger seien.
Etwas widersprüchlich sind die Aussagen der Bürger dazu, wo sie gerne Sport machen. So ist es 82 Prozent der Befragten wichtig, Sport im Freien zu treiben. Die große Mehrheit (91,6 Prozent) ist der Meinung, dass Wälder und Berge dem Körper und der Seele gut tun und dass die Natur hilft, den eigenen Akku aufzuladen (88 Prozent).

In der Praxis findet Sport jedoch häufig in geschlossenen Räumen statt. 24 Prozent sporteln meistens in den eigenen vier Wänden, weitere 28 Prozent gehen ins Fitness-Studio. Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, dass der für sie interessante Sport nur Indoor möglich sei. Mehr als jeder Dritte Deutsche will zudem beim Sport nicht vom Wetter abhängig sein. Und 23,4 Prozent behaupten, keine passende Umgebung für Sport im Freien vorzufinden.

Gesundheit zählt

Der Gesundheitsaspekt steht beim Sporttreiben eindeutig im Vordergrund. Für 92,8 Prozent der Befragten ist die Erhaltung oder Verbesserung der körperlichen Fitness die Hauptmotivation zum Sporttreiben. Immerhin 82,7 Prozent treiben Sport aus Freude an der Bewegung, für 76,4 Prozent steht der Stressabbau und die Entspannung im Vordergrund. 
Die beliebtesten Sportarten der Deutschen sind laut Sportreport auch in diesem Jahr Laufen, Schwimmen und Radfahren. Aufgeholt haben Krafttraining und Yoga, wobei letzteres vor allem bei Frauen beliebt ist. Die meisten Bürger treiben abends zwischen 18 und 21 Uhr Sport, die Dauer liegt durchschnittlich zwischen 60 und 80 Minuten.

 

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