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Die Rehbellen aus dem Zabergäu

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Ohne Plastik durch den Alltag. Nach diesem Motto versuchen Stefanie Fischer (32) und ihr Mann Daniel (35) zu leben. Weil das gar nicht so einfach ist, hat das Ehepaar aus Cleebronn beschlossen, aktiv einen Beitrag zu weniger Plastik zu leisten – und hat ein grünes Start-up gegründet. 

Natürliches Material

Rehbell – ein Kunstwort aus Rebell und dem Reh auf dem Logo – heißt das Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, so viel Kunststoff wie möglich aus den Haushalten zu verbannen. Stefanie Fischer setzt auf Vorratsbehälter aus Ton. „Ton ist ein unglaublich tolles, universelles und vor allem natürliches Material und kann zu modernen und zeitlosen Produkten verarbeitet werden, die den Verzicht auf Plastik im Alltag einfach machen“, schwärmt die Gründerin.

Spätestens mit der Geburt ihrer Tochter vor drei Jahren fiel ihr auf, wie viele Kunststoffbehälter sie in ihrer Küche hatte. Und beschloss, etwas dagegen zu unternehmen. „Wir wollen den Trend weg vom Plastik hin zu nachhaltigen Alternativen unterstützen, dabei aber das Design und die Praktikabilität nicht verlieren“, sagt Fischer

In diesen Tagen startet sie mit ihrem Online-Shop, in dem zunächst Steinzeugbehälter mit einem Volumen von einem Liter angeboten werden. „Die Behälter sind lebensmittelecht, dickwandig und haben eine hohe Kantenfestigkeit“, sagt Fischer. Gelagert werden kann darin etwa Müsli, Kaffee, Reis, Nudeln, Nüsse oder auch Körperbutter und feste Seife. Gegenüber Glas hat das Steinzeug den Vorteil, dass der Inhalt vor UV-Strahlung geschützt ist.

Regionale Naturtone aus dem Westerwald 

Produzieren lassen Stefanie und Daniel Fischer die Behälter von einem Steinzeughersteller aus dem Westerwald. Verarbeitet werden ausschließlich regionale Naturtone. Auch beim Deckel steht der Umweltgedanke im Vordergrund. Sie werden aus Massiveiche aus nachhaltiger deutscher Forstwirtschaft gefertigt, anschließend wird das markante Rehbell-Logo eingebrannt, das ein Designer entworfen hat. Selbst die Etiketten, die zwischen Gefäß und Deckel nur eingeklemmt sind, um Verpackungsmaterial zu sparen, bestehen aus Recyclingpapier und werden von einer Pforzheimer Firma gedruckt. 

Wo gibt's die Tonbehälter?

Nun hoffen die Rehbellen aus Cleebronn, dass möglichst viele umweltbewusste Kunden ihr Produkt kaufen, das mit 32 Euro kein Schnäppchen ist. Neben dem Online-Shop vertreibt das Ehepaar die Tonbehälter auch über die Unverpacktläden in Heilbronn, Besigheim und Bietigheim. Auch Supermärkte wie Edeka oder Kaffee- und Teeläden möchte Stefanie Fischer ansprechen. Parallel dazu soll das Produkt über die sozialen Netzwerke bekanntgemacht werden. „Wir sind gerade auf der Suche nach Influencern“, sagt die Gründerin. 

Wird ihr mutiger Schritt, wie sie es nennt, belohnt, will Stefanie Fischer das Sortiment Schritt für Schritt erweitern, auch an Öl- und Essigflaschen denkt sie. „Wir haben ganz viele Ideen“, sagt sie. Natürlich alle 100-prozentig plastikfrei.

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