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Mehr Fairtrade-Umsatz aber geringe Gesamtmenge

Der Weg durchs Label-Labyrinth

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Ein größeres Bewusstsein für Gesundheit, Regionalität und Nachhaltigkeit ist in der Corona-Krise gewachsen. Aber wie erkennt man beim Einkauf, ob ein Produkt nachhaltig ist? In Deutschland gibt es über 400 Prüfsiegel, Testurteile und andere Kennzeichnungsmerkmale. Durch Zertifizierungen soll der Herstellungsprozess von Produkten auf unterschiedlichen Ebenen für den Konsumenten transparent werden. Doch der Label-Dschungel stiftete oft eher Verwirrung, so die Experte von Arag. Ein Überblick über die gängigsten Label soll hier helfen. Nachhaltigkeits-Label werden seltener nur für eine Produktgruppe vergeben, sondern zertifizieren Kategorie-übergreifend.

Der Blaue Engel

zertifiziert Hersteller, die eine umweltfreundliche Ware und Dienstleistung vorweisen können. Lebensmittel und medizinische Produkte sind von der Kennzeichnung mit dem Blauen Engel bislang ausgeschlossen. Es ist das weltweit erste umweltfreundliche Label und wird von einer unabhängigen Jury vergeben.

Das Fairtrade-Siegel

ist mit seinen schwarz, blau und grünen Farben eines der bekanntesten Siegel in den Supermärkten und hat das Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen für Menschen aus den Produktionsländern zu verbessern. Es unterstützt das Sozial- und Gesundheitssystem, um in den südlicheren Ländern eine fähige Wirtschaftsstruktur aufzubauen.

Das Mehrweg-Zeichen

versichert eine nachhaltige Wiederverwertung von Flaschen. Das Siegel befindet sich auf Wasser-, Bier- oder Saftflaschen. Nach der Rückgabe werden diese gereinigt und wieder befüllt oder eingeschmolzen.

Öko-Test

vergibt Testurteile nach Kriterien wie Garantie, Verträglichkeit bezogen auf die Gesundheit und Energieverbrauch. Geprüft wird in verschiedensten Produktkategorien, von Essen über Kosmetik bis hin zu Möbeln. Die Produkte wurden zuvor in Laboren untersucht und von „sehr gut“ bis „ungenügend“ bewertet.

Das EU-Energielabel

ist Pflicht auf jedem Haushaltsgerät – von der Waschmaschine über Kühlgeräte bis zur Lampe. Es gibt an, wie energieeffizient das Gerät ist. Am energieeffizientesten war bisher die Bewertung A+++. Ab 1. März sind keine Pluszeichen mehr vorgesehen. Dann soll eine Farbskala vom dunkelgrünen A bis zum feuerroten G Verbrauchern eine schnelle Orientierung ermöglichen. Dabei steht Dunkelgrün für eine sehr gute Effizienz, Rot für eine sehr schlechte. Laut einer Umweltbewusstseinsstudie des Umweltbundesamtes hat das EU-Energielabel den höchsten Einfluss auf Kaufentscheidungen.

Das MSC-Siegel

(Marine Stewardship Council) wird für nachhaltig gefangenen Fisch vergeben. Dabei dürfen die Fischbestände nicht überfischt und es muss schonend gefischt werden, so dass das Ökosystem nicht zerstört wird. Artenvielfalt und Funktionsfähigkeit müssen erhalten bleiben. Darüber hinaus muss dafür gesorgt werden, dass beim Fischen alle regionalen und internationalen Gesetze eingehalten werden.

Das FSC-Siegel

(Forest Stewardship Council) garantiert nachhaltige Waldbewirtschaftung und zeichnet die Produkte Holz und Papier aus. Die Umweltfreundlichkeit des Holzherstellungsprozesses wird durch eine lange Produktkette genauestens überprüft. Es gibt einige Unterkategorien des FSC-Warenzeichens, die etwas verwirren können. FSC 100% steht für Materialien, die ausschließlich aus zertifizierten Wäldern stammen. Bei FSC Mix werden 30 Prozent von außerhalb bezogen. FSC Recycling zeichnet vorrangig Papier aus, das aus vollständigem Recycling entstanden ist.

Das PEFC-Siegel

(Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) steht ebenfalls für nachhaltige Holzproduktion. Zudem setzt sich PEFC für die Balance der Wälder ein und ist sich des Wertes des Rohstoffes Holz bewusst. PEFC dokumentiert die Waldwirtschaft, um sie im Hinblick auf ökonomische, ökologische und soziale Faktoren nachhaltig zu verbessern.

Das TCO-Label

(Tjänstermännens Central Organization) ist ein schwedisches Label für IT-Produkte. Es zertifiziert Computer, Drucker und ähnliches Zubehör, die wenig Energie verbrauchen, recyclebar sind und keine Schadstoffe enthalten. Kriterien, denen sich die Produkte unterziehen müssen, sind etwa soziales Verantwortungsbewusstsein, umweltverträgliche Produktion, Gesundheit und Sicherheit der Nutzer oder Verlängerung der Produktlebensdauer . red



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