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Wichtige Daten: Warum der Impfpass nicht verloren gehen sollte

Die Suche nach dem Impfpass

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Deutschland sucht den Impfpass! Dieser Slogan ist aus einer Informationskampagne bekannt, dem Allgemeinmediziner Klaus Lorenzen entlockt er jedoch ein zerknirschtes Lächeln. „Irgendwie ist der Spruch lustig – aber er ist auch traurig“, sagt der Hausarzt aus Langebrück bei Dresden. „Es ist ein Personaldokument, das nicht verloren gehen sollte“, sagt Lorenzen über den Impfpass. Doch oft genug passiert genau das. Der Hausarzt erzählt, dass er sich angewöhnt habe, Patienten ohne Impfpass darauf aufmerksam zu machen, wo überall bei anderen seiner Patienten am Ende der Impfpass doch wieder aufgetaucht ist.

Natürlich kann ein Hausarzt auch einen neuen Impfausweis ausstellen. Und er kann, mit Zustimmung des Patienten, auch bei den vorherigen Hausärzten entsprechende Patientendaten anfordern. Diese Daten ließen sich dann in den neuen Impfpass nachtragen. Gerade bei jungen Erwachsenen, die zu einem Hausarzt wechseln, klappe das gut, weil beim Kinderarzt die Impfhistorie meist noch vollständig im System vorliege, so Lorenzen.

Neu impfen

Generell sind Ärzte verpflichtet, allgemeinmedizinische Unterlagen zu Patienten mindestens zehn Jahre aufzubewahren. Das Problem: Wichtige Impfungen liegen teils viel länger zurück. Und wer weiß noch, ob und wann und gegen was er in den 1980er oder 1990er Jahren geimpft wurde? „Wenn ich keine Unterlagen habe und sie sich auch nicht mehr auftreiben lassen, müsste ich dann eigentlich noch einmal eine Grundimmunisierung machen“, sagt Lorenzen. Auch die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut (RKI) rät: Fehlen Informationen über Impfungen, die für den Patienten empfohlen sind, dann sollten sie nachgeholt werden. „Nur dokumentierte Impfungen gelten als durchgeführt.“

Abhilfe schafft womöglich die neue E-Patientenakte: Ab 2022 sollen Krankenversicherte dort auch ihre Impfdaten elektronisch hinterlegen können. Einige Krankenkassen bieten bereits einen E-Impfpass an. Der digitale und elektronisch speicherbare Impfpass befinde sich „bedauerlicherweise noch in den Kinderschuhen“, ordnet Klaus Lorenzen ein. Ein Problem dabei: Für jede Arztpraxis sei die separate Anschaffung eines zusätzlichen Impfmoduls zur Verwendung zusammen mit dem Praxis-Verwaltungssystem erforderlich.

Corona

Bei einer Covid-19-Impfung erhalten Patienten laut Lorenzen momentan immer eine Impfbescheinigung. Das ist ein DIN-A4-Blatt, auf dem die erste und zweite Impfung gegen das Virus bestätigt werden. Lorenzen, der schon in Pflegeheimen gegen Covid-19 geimpft hat, trägt diese zusätzlich immer in den Impfpass ein. tmn

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