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Heller, bunter, schlauer

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Was 2021 bei neuen Fernsehern gut, wichtig oder verzichtbar ist, erfährt man in diesem Jahr ausgerechnet per Videostream. Coronabedingt findet die Technikmesse CES statt im Casino im Netz statt. Das neue Modelljahr hält einige spannende technische Details für TV-Nutzer bereit. Es wird heller, bunter, der Ton wird wandern – und ein bisschen Nachhaltigkeit gibt es auch. 

Klareres Bild

Das Zauberwort heißt in diesem Jahr Mini-LED. Größer als die extrem hochpreisigen Micro-LED, aber kleiner als bisherige Leuchtdioden, sollen die Mini-LED mehr Farbe und Kontrast auf die Bildschirme bringen. Die kleinen bunten Leuchtpunkte sind zwar nicht so hell wie bisherige LED, dafür gibt es viel mehr von ihnen. Das sorgt im Ergebnis für genau so viel oder gar mehr Licht und viel klarere Farbabstufungen. Ob das in der Praxis klappt, können TV-Zuschauer mit dem nötigen Budget in diesem Jahr unter anderem bei den neuen Oberklassemodellen von Samsung, LG oder TCL überprüfen. Bis die Technik in die Brot-und-Butter-Klasse kommt, wird es noch ein wenig dauern. 

Die Fernseher packen das Bild noch einmal an . Fernseher sind längst nicht mehr reine Abspielgeräte, sie verfügen auch über zahlreiche Möglichkeiten zur Bildverbesserung. Ganz neu ist das nicht, aber nun soll es noch besser werden. So etwa bei Samsung, Panasonic oder Sony. In den neuen Spitzenmodellen ihrer Bravia-Reihe lässt Sony den Fernseher auf gewisse Art mitschauen. Künstliche Intelligenz sorgt dann für ein optimiertes Bild. Wenn etwa Gesichter ins Bild kommen, wird die Software sie besonders gut ausarbeiten, vor allem die Augen. Außerdem greift sie auf spezielle Datenbanken zur besseren Darstellung von Texturen wie etwa Fell oder Stein zurück. Auch dafür erkennt das System, welche Objekte oder Lebewesen in welchen Lichtverhältnissen zu sehen sind. Die Basis dafür liefert ein neuer Chip: Der „kognitive Prozessor XR“. 

Man stelle sich vor: Eine Biene fliegt quer über den Fernsehbildschirm – und der Summton ist immer dort, wo sie gerade herumschwirrt. Samsung und Sony zum Beispiel werben bei ihren Spitzenmodellen genau damit. Sonys XR-Chip etwa analysiert die Position des Klangs im Bild, damit der Ton richtig platziert wird. Sony entwickelte bei den neuen Modellen die Technologie weiter, bei der das Display selbst als Lautsprecher-Membran dient. Bei Samsung heißt die entsprechende Technik Object Tracking Pro, die neuen TV-Geräte können dazu auch etwa Sprache klarer ausspielen oder Störgeräusche wie einen laufenden Staubsauger – erkennen und den Ton anpassen. 

Konsolen und Spielestreaming

Der Fernseher ist längst auch Ort für etliche Stunden Videospielzeit. Panasonic setzt bei den neuen OLED-Modellen auf einem Anzeigemodus mit dem vielsagenden Namen Game Mode Extreme. Er soll besonders schnellen Bildaufbau bieten, damit Spieler schneller reagieren können. Samsungs Game Bar bietet Spielern schnelle Konfiguration für ihre Titel und erlaubt auch die Anzeige von Ultrabreitbildformaten. 

Vier verschiedene Filme gleichzeitig auf einem Bildschirm? Gab es in „Zurück in die Zukunft“ und gibt es bald auch auf Samsungs für Normalnutzer nicht erschwinglichen Micro-LED-Schirmen. Die aktuellen Modelle in bezahlbaren Regionen erhalten dafür echte Hilfen – für Menschen mit Hör- oder Sehbehinderung etwa. Die 2021er-Modelle erlauben eine Verschiebung von Untertiteln, damit nicht zentrale Bildelemente verdeckt werden. Bis 2022 wollen die Koreaner auch ihren Voice Guide verbessern. Er erleichtert sehbehinderten Menschen per Sprachführung die Bedienung. 

Ein grünes Blatt

Bei all den technischen Fortschritten gibt es auch ein wenig Nachhaltigkeit. Samsungs neue Fernbedienung hat nun einen Akku und eine Solarzelle. Damit soll die Smart Remote auch durch Innenraumbeleuchtung geladen werden können. Falls die Energiesparlampe im Wohnzimmer nicht genug Licht hergibt, lässt sich die Smart Remote auch per USB laden. Rund ein Viertel des Kunststoffs der Fernbedienung stammt übrigens aus recyceltem Plastik. Und noch ein Schrittchen: Samsungs TV-Verpackungen sind künftig aus brauner Pappe mit weißen Textdruck aus Ökotinte. Per Schnittmuster lassen sich die Kartons von bastelwilligen Käufern zu Pappmöbel oder Spielgeräten umbauen. 

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