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Trojaner: Falsche Paket-SMS infiziert Smartphones

Vorsicht vor dieser Virus-SMS

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„Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es.“ Diese leicht holprige, mit einem Link versehene SMS kursiert seit Januar. Dahinter steckt eine Schadsoftware, berichtet das Telekommunikationsportal „Teltarif.de“. Wer so eine Kurznachricht bekommt, löscht sie am besten gleich. Android-Nutzer, die sie schon erhalten und auf den Link geklickt haben, sollten hellhörig werden. Besonders wenn sie massenhaft versendete SMS in ihrem Nachrichtenverlauf oder auf ihrer Mobilfunkrechnung entdecken. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man mit Tippen auf den SMS-Link die Installation eines Trojaners ausgelöst hat, der nun munter teure SMS verschickt – etwa an Sonder- und Premiumnummern oder in außereuropäische Länder.

Betroffene schalten ihr Smartphone am besten sofort in den Flugmodus, informieren ihren Mobilfunkprovider und lassen diesen eine sogenannte Drittanbietersperre einrichten. Das rät das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen. Falls noch nicht feststeht, ob Kosten entstanden sind, gilt es das als nächstes zu prüfen. Als nächstes rät das LKA, Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle zu erstatten. Dazu nimmt man zum einen das Smartphone mit. Zum anderen auch Screenshots oder Fotos vom Display und Kostennachweise.

Sichern und Zurücksetzen

Erst danach sollte der Trojaner vom Gerät entfernt werden. Dazu startet man das Smartphone im abgesicherten Modus. Die richtige Tastenkombination findet sich meist auf der Support-Webseite des Herstellers. Im abgesicherten Modus sucht man jene Apps, die zuletzt und nicht bewusst selbst installiert wurden. Diese Apps entfernt man und startet das Smartphone neu.

Im schlimmsten Fall hilft aber nur das Zurücksetzen in den Auslieferungszustand. Bevor dies geschieht, nicht vergessen, die Daten zu sichern. Wer anschließend seine Daten wieder aus einer Cloud-Sicherung aufs Gerät aufspielen möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass keine Apps darunter sind. Sonst habe man den Trojaner gleich wieder auf dem Smartphone, warnen die Experten.

Um solchen Angriffen vorzubeugen, sollte man in den Einstellungen unter „Sicherheit/Installationen von unbekannten Quellen“ alle Schiebeschalter deaktivieren. Android-Banner, die vor Apps aus unbekannten Quellen warnen, nimmt man besser ernst.

Wichtig: Frühzeitig den Provider kontaktieren und bei der Polizei Beweissicherung und Anzeige erledigen. Dann müssen Verbraucher den Teil der Kosten, die der Trojaner verursacht hat, nicht bezahlen. Davor schützt sie das Telekommunikationsgesetz. tmn

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