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Facebook kauft WhatsApp

Neue Datenschutzbestimmungen bei WhatsApp

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Bei WhatsApp gelten ab morgen neue Datenschutz-Bedingungen. Kritiker warnen vor neuen Möglichkeiten zum Daten-Austausch mit der Konzernmutter Facebook. WhatsApp bestreitet das und betont, es gehe darum, die Basis für mehr Kommunikation mit Unternehmen zu legen. Details in Fragen und Antworten: 

Was passiert am 15. Mai?

WhatsApp will seine neuen Datenschutz-Bestimmungen in Kraft setzen. Nutzer, die dem Update nicht zugestimmt haben, sollen zunächst weiter ohne Einschränkungen auf den Chat-Dienst zugreifen können. Einige Wochen später wird der Funktionsumfang für sie aber schrittweise minimiert.

Womit müssen diese Nutzer dann rechnen?
Zunächst werden sie nicht mehr auf ihre Chat-Liste zugreifen können. Man werde dann aber noch eingehende Anrufe annehmen sowie über Benachrichtigungen auch Chat-Nachrichten beantworten können. Wenige Wochen später werde WhatsApp dann weder Anrufe noch Nachrichten an die Smartphones der Nutzer schicken. In dieser ganzen Zeit sollen die Nutzer immer wieder daran erinnert werden, den Änderungen zuzustimmen.

Worum geht es bei den bevorstehenden Änderungen?
Bei den Änderungen gehe es laut WhatsApp vor allem darum, bessere Möglichkeiten für Kommunikation mit Unternehmen zu schaffen. Auch an der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung werde nicht gerüttelt. Außerhalb der EU fließen bereits seit 2016 WhatsApp-Nutzerdaten an Facebook – zu Werbezwecken oder zur Verbesserung von Produkten.

Warum dann jetzt die Aufregung in Deutschland?
Seit Ankündigung der Änderungen im Januar sorgen Warnungen vor einem stärkeren Datenaustausch mit der Konzernmutter Facebook für Unruhe bei den Nutzern. Es hagelte Kritik, Nutzer wanderten zu anderen Messengern ab. Das Unternehmen verschob die ursprünglich für Februar geplante Einführung der neuen Regeln daraufhin.

Warum nimmt Facebook den ganzen Ärger in Kauf?
Das weltgrößte Online-Netzwerk übernahm WhatsApp 2014 für rund 22 Milliarden Dollar. Mit diesem Kaufpreis nahm Facebook zwar einen potenziellen Rivalen vom Markt, der Dienst trug bisher aber wenig zum Konzerngewinn bei. Der aktuelle Plan ist, Geld zu verdienen, wenn Unternehmen mit ihren Kunden über WhatsApp kommunizieren – die Regeländerung ist eine Voraussetzung dafür.

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