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Coronavirus - Zypern

Corona und Pfingsten: Wo reisen wieder möglich ist

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Sinkende Infektionszahlen und steigende Impfquoten sorgen für immer mehr Lockerungen in Europa. Gute Vorzeichen für die Tourismus-Industrie in den Urlaubsländern. Testpflicht und Quarantäneregelungen gibt es für Einreisende jedoch noch in den meisten europäischen Staaten. Ein Überblick:


Dänemark: Beim nördlichsten deutschen Nachbarn sind die Schutzmaßnahmen nach und nach gelockert worden. Geschäfte, Restaurants und Kneipen sind seit langem wieder offen, gleiches gilt seit kurzem auch für Fitnessstudios und Kinos. Vielerorts ist es vorgeschrieben, per App einen negativen Corona-Test, eine vollständige Impfung oder eine überstandene Infektion vorweisen zu können. Am Freitag werden bis auf Diskotheken alle Einrichtungen geöffnet, die bisher noch geschlossen hatten. Auch die Reisebeschränkungen sind zuletzt etwas gelockert worden. Vollständig geimpfte Deutsche und viele andere Menschen aus EU- und Schengen-Ländern dürfen seit dem 1. Mai wieder ohne Test und Quarantäne einreisen. Touristen kommen auch ohne Impfung, dafür dann aber mit Test- und Quarantänepflicht wieder ins Land. Bedingung ist, dass im Heimatland der Reisenden die Corona-Lage nicht allzu schlimm ist und keine besorgniserregenden Virus-Varianten grassieren. Für Deutschland gilt dies derzeit. 

Frankreich: In Frankreich hat am Mittwoch der erste große Öffnungsschritt begonnen. Außenbereiche von Restaurants sowie Kultureinrichtungen und Geschäfte dürfen unter Auflagen wieder Besucher empfangen. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre ab 21 Uhr. Reisen innerhalb des Landes sind erlaubt, auch die Hotels haben geöffnet. Wer aus Europa nach Frankreich einreist, braucht einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist. Vorrechte für Geimpfte gibt es derzeit nicht. 

Griechenland: Am 15. Mai fiel der offizielle Startschuss für die diesjährige Saison, seither nimmt die Zahl der Gäste stetig zu. Die Außenbereiche von Cafes, Bars und Tavernen sind unter Auflagen geöffnet. Allerdings herrscht weiterhin ein nächtliches Ausgangsverbot von 0.30 Uhr bis 5 Uhr. Auch gilt Masken- und Abstandspflicht. Griechenland-Besucher müssen vor der Einreise auf einer Website  ihre Daten angeben. Außerdem müssen sie eine abgeschlossene Impfung oder einen höchstens 72 Stunden alten PCR-Test vorweisen – das gilt auch für Kinder ab fünf Jahren. Eine Quarantänepflicht besteht nicht mehr. 

Italien: Das Mittelmeerland plant wegen der sich gut entwickelnden Corona-Lage einige Lockerungen vorzuziehen. In den sogenannten Gelben Zonen können die Menschen weiterhin Theater, Museen und Kinos besuchen. Bars und Restaurants dürfen ihre Gäste außen am Tisch bedienen. Bereits entfallen ist die fünftägige Mini-Quarantäne für Einreisende aus EU-Ländern. Die Behörden verlangen weiterhin ein negatives Corona-Testergebnis bei Ankunft. Für Negativ-Getestete und Geimpfte gibt es nur wenige Vorteile. 

Kroatien: Auf den Buchungsplattformen ist schon eine Vielzahl an Hotels und Privatunterkünften verfügbar. Vollständig Geimpfte, Genesene und aktuell Getestete können in Kroatien Urlaub machen. Ihren Status müssen sie beim Grenzübertritt nachweisen. Im Land selbst gibt es sonst keine Vorrechte für Geimpfte. Gaststätten dürfen Gäste nur draußen empfangen, unter Auflagen. Es besteht Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen und draußen überall dort, wo kein 1,5-Meter-Abstand eingehalten werden kann. 

Niederlande: Die Ausgangssperre ist abgeschafft, Geschäfte dürfen Kunden wieder empfangen und Gaststätten Gäste bedienen – unter Auflagen und nur draußen von 6 bis 20 Uhr. Verboten sind weiterhin alle Veranstaltungen mit Publikum. Auch Museen, Kinos und Theater bleiben zu. Ausländischen Besuchern raten die Niederlande dringend von Urlaubsreisen ab. Wer dennoch kommen will, muss einen negativen Corona-Test vorweisen und sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Wenn ein zweiter Test negativ ist, endet die Quarantäne. Geimpfte haben keine Privilegien. 

Österreich: Seit Mittwoch ist die Quarantänepflicht für Einreisen aus Deutschland entfallen. Wer ins Land will, muss aber getestet, genesen oder geimpft sein. Ausnahmen von dieser Regel gibt es nur für Kinder unter zehn Jahren. In den wieder geöffneten Restaurants, Hotels, in den Kinos und Theatern werden Zutrittstests verlangt. Für Touristen wird nun ähnlich wie für Einheimische eine umfangreiche Test-Infrastruktur ausgerollt. Die Gültigkeitsdauer der Tests schwankt zwischen wenigen Stunden und 72 Stunden (PCR-Test). Obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich niedriger als in Deutschland ist, sind Test und Quarantäne bei der Rückkehr nach Deutschland nötig. Bayern und Österreich einigten sich jedoch bereits, den Grenzübertritt für private Besuche oder Einkäufe ohne Quarantäne wieder zu erlauben. 

Portugal: Das Land hat nach Island die niedrigsten Infektionswerte Europas. Cafes, Bars und Restaurants sowie Kinos, Theater und andere Kulturstätten dürfen seit 1. Mai auch an den Wochenenden bis 22.30 Uhr offen bleiben. Seit Montag dürfen außerdem Besucher aus EU-Ländern mit einer relativ guten Corona-Lage wieder auch zu touristischen Zwecken einreisen. Alle Besucher über zwei Jahren müssen aber weiterhin einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Vorteile für Geimpfte oder Genesene gibt es in Portugal allerdings noch nicht. 

Schweiz: Dank sinkender Infektionszahlen stehen in der Schweiz die Zeichen auf weitere Lockerungen. So kann sich die Regierung unter anderem vorstellen, Ende Mai auch die Innenräume der Restaurants zu öffnen oder auch wieder größere Veranstaltungen zu erlauben. Schon jetzt ist Urlaub in der Schweiz praktisch kein Problem: Hotels, Museen, Läden, Theater, Kinos, Zoos und Freizeitparks sind geöffnet. Auf Restaurantterrassen ist Essen und Trinken erlaubt. Negative Corona-Tests sind zum Betreten nicht nötig, insofern gibt es auch keine besonderen Zugeständnisse für Geimpfte. Es gelten aber überall Höchstzahlen für Besucher, sowie Abstandsregeln und Maskenpflicht. Wer mit Auto, Bus oder Bahn anreist, muss sich elektronisch registrieren, bei Flugreisen ist ein negativer Corona-Test nötig. 

Spanien: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt niedriger als etwa in Deutschland, zuletzt betrug sie nur noch 60. In einigen Urlaubsregionen wie Valencia (ca. 13) oder den Balearen (ca. 17) mit Mallorca ist die Lage sogar noch entspannter. Es herrschen aber weiterhin einige Einschränkungen und Regeln. Auf den Balearen gibt es zum Beispiel noch eine nächtliche Ausgehsperre, und die Innenräume von Bars, Restaurants und Cafes müssen noch mindestens bis Sonntag geschlossen bleiben. Die Maskenpflicht auch im Freien gilt derweil weiterhin fast überall im Land. Die Einreise aus allen EU- und Schengen-assoziierten Staaten nach Spanien ist grundsätzlich möglich. Die Testpflicht für Einreisen aus einem Risikogebiet, wie etwa aus Deutschland, besteht aber weiter. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in einige Regionen Spaniens, darunter Madrid, Katalonien oder das Baskenland, wird allerdings aufgrund der relativ hohen Infektionszahlen noch gewarnt. 

Türkei: Für Menschen in der Türkei gelten immer noch Ausgangsbeschränkungen in der Nacht und am Wochenende. Touristen sind davon aber ausgenommen. Laut offiziellen Angaben sind die Neuinfektionen in den vergangenen Wochen rapide zurückgegangen: Mitte April lagen die noch bei zeitweise über 60 000, Mitte Mai dann bei rund 11 000. Bisher haben rund 18 Prozent der Menschen mindestens eine erste Impfung bekommen. Wer aus Deutschland einreist, muss bisher noch einen negativen PCR-Test vorweisen. 

Einreise nach Deutschland: Von den aufgeführten Ländern werden Frankreich, Kroatien und die Türkei derzeit von Deutschland als Hochinzidenzgebiete eingestuft. Die weiteren Staaten werden überwiegend als Risikogebiete geführt. Nur teilweise oder zu großen Teilen als Risikogebiet eingestuft sind: Dänemark, Österreich, Portugal, Spanien. Rückreisende aus Risikogebieten können sich durch einen negativen Corona-Test bei Einreise von der Quarantänepflicht befreien. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann sich davon aber nach fünf Tagen durch einen negativen Test befreien. dpa

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