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Als eine SMS noch Geld kostete

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Whatsapp-Nachrichten, Telefonieren, und das fast überall mit einer Internetverbindung  – das ist heutzutage in einem All-Inclusive-Vertrag inbegriffen. Zu Zeiten meiner Eltern, die heute beide 32 Jahre alt sind, haben einzelne Nachrichten und Telefonate noch einen bestimmten Centbetrag gekostet. Und auch sonst war vieles anders als heute. Meine Mutter hatte ihr erstes Handy mit 16 Jahren, ein Motorola M 3888. Mein Vater bekam mit 17 ein Nokia 3310, das heute scherzhaft als das robusteste Modelle aller Zeiten gilt. Mit diesen Handys konnte man aber nur telefonieren, SMS schreiben und allenfalls ein Spiel spielen – „Snake“ war damals total beliebt.

Klingeltöne auf Bestellung

Viele hatten auch mit 16 oder 17 Jahren noch gar kein Handy, und wenn man eins besaß, dann hatte man es nicht, so wie heute, immer griffbereit dabei. Das erste richtige Smartphone legte sich meine Mama erst 2010 zu, ein LG KP 501. Es hatte schon ein richtiges Touch-Display und    war das erste Handy mit einer Kamera, das meine Mutter besaß. Die Fotos, die es machen konnte, waren allerdings qualitativ noch nicht so hochwertig wie heute. Meine Eltern erzählen, dass sie eine Guthabenkarte über 25 Deutsche Mark – umgerechnet sind das 12,75 Euro – bekommen haben, und die musste dann den ganzen Monat reichen. Also für das Telefonieren, SMS schreiben und das Internet. Da musste man sich schon gut überlegen, wen man anruft oder was man schreibt. Das Internet war meistens deaktiviert, weil es viel zu teuer war. Klingeltöne und Bilder in schwarz-weiß-Pixel konnte man aus Zeitschriften, zum Beispiel   der „Bravo“, per MMS bestellen. Das war jedoch sehr teuer und war meist mit einem Abo verbunden.

Menschlicher Anrufbeantworter

Anrufen hat damals 14 Pfennig, also sieben Cent, gekostet, eine SMS mit 160 Zeichen ohne Fotos 37 Pfennig (19 Cent). Damals telefonierte man eher über das Festnetz, oder von unterwegs über eine Telefonzelle, erzählen mir meine Eltern. Etwas Kleingeld für die Telefonzelle hatte man auch als Kind meistens dabei. Waren der Freund oder die Freundin nicht zu Hause und konnte man sich auch nicht erreichen, dann ließ man etwas über die Eltern der Freunde ausrichten. Man traf sich aber trotzdem nach der Schule einfach draußen auf der Straße. Apps wie Whatsapp, Instagram und Co. gab es damals noch nicht.

Im Urlaub hat man sich Briefe oder Postkarten geschickt und hatte vielleicht auch ein Brieffreund oder eine Brieffreundin. Ich finde, es ist besser, ein Smartphone zu haben – im Urlaub verschicke ich aber trotzdem manchmal Postkarten, zum Beispiel an meine Großeltern.Leonie Sterle

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