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Die ersten eigenen Scheine

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Im Monat bekomme ich 20 Euro Taschengeld, die mir zur freien Verfügung stehen. Meistens kaufe ich mir davon Kosmetik, Bücher oder Zeitschriften. Wenn ich mir nur die Zeitschriften kaufe, die alle paar Wochen erscheinen, gebe ich nicht einmal die Hälfte meines Taschengeldes aus und spare den Rest, also rund zehn Euro. Die Bücher oder ein Besuch in einer Drogerie sind da schon teurer – dann ist auch mal mein ganzes Taschengeld sofort weg. Im Durchschnitt benötige ich aber meist nur die Hälfte des Geldes, da ich Bücher auch oft zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt bekomme.

Extrawünsche

Freizeitaktivitäten wie Eis essen, Schlittschuh laufen, Kinobesuche oder Shoppingtouren sollte ich eigentlich von meinem Taschengeld bezahlen, aber ich bekomme auch ab und zu etwas extra von meinen Eltern oder Großeltern zugesteckt. Schulsachen, Kleidung und Hygieneartikel bezahlen meine Eltern. Teure Extrawünsche – so sehen sie es jedenfalls – muss ich selbst bezahlen. Zum Beispiel Fan-Artikel wie Duschgel oder Kleidung, die ich von Influencern kenne. Auch das vierte oder fünfte Paar neuer Schuhe, das ich laut meinen Eltern nicht brauche, kaufe ich mir dann selbst. Auch das roségoldene Laptop von Apple finden meine Eltern unsinnig und zu teuer, „ein normales Laptop reicht auch“, sagen sie dann – dafür, dass ich es mir selbst leisten soll, ist es dann doch zu teuer. Auch an Geburtstagen oder Feiertagen wünsche ich mir häufig Gutscheine oder Geld. Das spare ich dann und leiste mir auch mal etwas Größeres. Im Moment spare ich aber auf nichts Bestimmtes hin. 

Ich habe mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umgehört. Die meisten Jugendlichen zwischen 13 und 14 Jahren bekommen zwischen 20 und 50 Euro. Sie bekommen es entweder wöchentlich, beispielsweise jede Woche zehn Euro, oder einmal im Monat den gesamten Betrag. 

Auffällig bei meiner kleinen Umfrage war, dass Jungs wohl mehr auf einmal ausgeben und dann eher für Computerspiele. Mädchen hingegen sparen eher, oder sie unternehmen Shoppingtouren oder andere Aktivitäten mit ihren Freundinnen. Eins haben sie alle gemeinsam: Je mehr Taschengeld sie bekommen, desto mehr müssen sie davon auch selbst bezahlen. Mein Klassenkamerad Vincent, 13 Jahre alt, sagt zum Beispiel: „Ich bekomme jeden zweiten Samstag 20 Euro, die habe ich zur freien Verfügung. Meist gebe ich das Geld für PC- oder Online-Spiele aus.“ Meine Freundin Leonie bekommt ihre 20 Euro Taschengeld schon zu Monatsbeginn. „Ich gebe sie sehr selten aus“, sagt sie. Mit ihren 13 Jahren mache sie sich schon Gedanken über ihre Zukunft und spare schon für ein Auto. Julia und Melissa, beide 14, geben ihr Taschengeld für Kosmetik oder Kleider aus. Julia bekommt jeden zweiten Samstag zehn Euro, und Melissa erhält insgesamt 40 Euro im Monat.  

Weniger ist mehr

Ich persönlich denke, dass es besser ist, etwas weniger Taschengeld zu bekommen, und dafür nicht alles wie zum Beispiel Schulsachen zahlen zu müssen. Auch habe ich das Gefühl, dass wenn meine Eltern etwas für mich bezahlen – zum Beispiel Kleidung –, es dann mehr kostet, als wenn ich mir die Kleider selbst kaufen müsste und nur einen bestimmten Betrag zur Verfügung hätte.  So habe ich dann mehr übrig, um zu sparen. Wenn man das Extra-Geld oder die Dinge dazunimmt, die ich beispielsweise für gute Noten bekomme, habe ich oft sogar mehr als 20 Euro zur Verfügung. Und wenn das Taschengeld doch mal ausgeht, dann gibt es ja immer noch die lieben Verwandten. 

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