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Bundestagswahl von A bis Z

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Abgeordnete: Abgeordnete sind von den Wahlberechtigten in den Bundestag gewählte Volksvertreter. Aktuell gibt es 709 Abgeordnete von neun Parteien. Fünf weitere Abgeordnete gehören keiner Partei an.

 

Bundestag: Der Bundestag ist das Parlament der Bundesrepublik Deutschland. Er wird in der Regel alle vier Jahre vom deutschen Volk gewählt und kann unter anderem Gesetze beschließen.

 

Corona: Covid-19 wird auch vor der Bundestagswahl nicht Halt machen. Zum einen ist es ein wichtiges Thema im Wahlkampf, zum anderen werden wohl mehr Menschen per Briefwahl abstimmen, um den Gang in ein Wahllokal zu vermeiden.

 

Demokratie: Bezeichnet eine politische Herrschaftsform, in der das Volk über Macht und Regierung entscheidet. Die Ursprünge der Demokratie liegen in der griechischen Antike.

 

Erststimme: Bei der Bundestagswahl hat jeder Wähler zwei Stimmen. Mit der Erststimme wählt er direkt den Kandidaten aus seinem Wahlkreis, der als gewählt gilt, sofern er die meisten der abgegeben Stimmen erhalten hat.

 

Fernsehduell: Moderierte politische Debatte im Fernsehen, bei der zwei oder mehr Spitzen-/Kanzlerkandidaten zu ihren Zielen und Projekten befragt werden und diskutieren.

 

Große Koalition: Wenn die (zwei) Parteien mit den meisten Abgeordneten eine Regierung bilden, spricht man von einer „Großen Koalition“. Auf Bundesebene gilt die Zusammenarbeit von CDU/CSU und SPD als sogenannte „GroKo“.

 

Hochrechnung: Am Wahlsonntag werden noch bevor alle Stimmen ausgezählt sind mit Hilfe statistischer und historischer Daten sowie von Wählerbefragungen Prognosen erstellt, wie die Wahl höchstwahrscheinlich ausgehen wird.

 

Initiativrecht: Eines der wichtigsten Rechte des Bundestages ist es, die Initiative zu ergreifen und einen Gesetzentwurf zur Abstimmung und Beratung zu stellen.

 

Jamaika-Koalition: Da die traditionellen Farben der Parteien CDU (schwarz), Bündnis 90/Die Grünen (grün) und FDP (gelb) denen der Flagge Jamaikas entsprechen, wird deren Zusammenarbeit in Deutschland als „Jamaika-Koalition“ bezeichnet.

 

Kanzler/in: Der oder die Bundeskanzler/in ist in Deutschland der Regierungschef und wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestag gewählt. Bisher stellte die CDU fünf und die SPD drei Bundeskanzler. Zudem führte 1974 Walter Scheel von der FDP die Amtsgeschäfte für neun Tage.

 

Landesliste: Auf dieser Liste stehen Kandidaten einer Partei, die in das Parlament einziehen möchten. Die Wähler können mit ihrer Zweitstimme nicht für einen bestimmten Kandidaten abstimmen, sondern für die Liste als Ganzes.

 

Mandat: Ein Abgeordneter in einer Demokratie soll den Willen des Volkes im Parlament vertreten. Den Auftrag beziehungsweise das Mandat dazu erhält er durch seine Wahl.

 

Nachwahl: Durch besondere Umstände (zum Beispiel der Tod eines Kandidaten) kann es dazu kommen, dass nach dem Ende der Wahl in einem Wahlkreis noch einmal nachträglich gewählt werden muss. Siebenmal war dies bislang notwendig.

 

Opposition: In einer parlamentarischen Demokratie bildet sie in der Praxis das Gegenstück zur Regierung. Die Parteien der Opposition kontrollieren, hinterfragen und kritisieren häufig das Handeln der Regierung. Stärkste Oppositionspartei im Bundestag ist zurzeit die AfD.

 

Partei: Ein Zusammenschluss von Menschen mit ähnlichen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Vorstellungen, die durch ihre Zusammenarbeit ein politisches Mitspracherecht erreichen möchten.

 

Quorum: „Der Bundestag ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder im Sitzungssaal anwesend ist“, heißt es in der Geschäftsordnung des Bundestages. Wenn dieses 50-Prozent-Quorum nicht erreicht ist, kann der Bundestag theoretisch keine Beschlüsse fassen. In der Praxis geschieht dies jedoch recht häufig.

 

Reichstag: Der Reichstag ist ein 1894 eröffnetes Gebäude am Platz der Republik in Berlin, in dem seit 1999 der Bundestag tagt. Zuvor war das Reichstagsgebäude bereits Heimat verschiedener deutscher Vorgängerparlamente.

 

Sitzverteilung: Die Sitzverteilung im Bundestag richtet sich nach dem Wahlergebnis. Je mehr Stimmen eine Partei erhält, desto mehr ihrer Mitglieder darf sie in den Bundestag entsenden und desto mehr der eigentlich 598 zur Verfügung stehenden Sitze darf sie besetzen.

 

Termin: Den Termin für eine Bundestagswahl legt das Grundgesetz fest. Eine Wahl findet „frühestens 46, spätestens 48 Monate nach Beginn der Wahlperiode statt“. Falls der Bundestag aufgelöst werden sollte, müssen Neuwahlen innerhalb von 60 Tagen erfolgen. Der Wahltag muss zudem immer ein Sonntag oder gesetzlicher Feiertag sein.

 

Überhangmandat: Überhangmandate entstehen, sofern eine Partei mehr Direktmandate über die Erststimme erringt, als ihr nach dem Stimmenanteil der Zweitstimme eigentlich zustehen würden. Um andere Parteien nicht zu benachteiligen, erhalten diese sogenannte Ausgleichsmandate. Das sorgt wiederum dafür, dass meist mehr als die ursprünglich 598 zur Verfügung stehenden Sitze im Bundestag besetzt werden.

 

Verhältniswahl: Der Bundestag wird in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt. Dies bezeichnet eine Mischform aus Mehrheits- und Verhältniswahl und ist der Grund, warum jeder Wähler zwei Stimmen abgeben darf.

 

Wahlkreis: Ein künstlich geschaffenes geografisches Gebiet, in dem sich mehrere Kandidaten um ein Mandat bewerben. Die Einwohner dieses Gebietes können mit ihrer Stimme entscheiden, wer das Mandat erhalten und den Wahlkreis vertreten soll. In Deutschland gibt es aktuell 299 Wahlkreise.

 

X: Am 26. September wird der insgesamt XX. (20.) Deutsche Bundestag gewählt, der spätestens einen Monat später erstmals zusammenkommen muss. Der I. Bundestag wurde am 14. August 1949 gewählt.

 

Youtube: Auf der Videoplattform gibt es auch einen Kanal des Deutschen Bundestages. Dort werden Debatten und Reden (live) übertragen und es gibt Videos, die die Arbeit und Abläufe im Parlament anschaulich erklären.

 

Zweitstimme: Bei der Bundestagswahl hat jeder Wähler zwei Stimmen. Mit der Zweitstimme entscheidet er über die Sitzverteilung der Parteien im Bundestag. Er wählt daher keinen einzelnen Kandidaten, sondern eine Landesliste mit mehreren Kandidaten einer Partei, die diese im Vorfeld zusammengestellt hat.

 

 

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