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Projekt Achter-Rat startet

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Auf der Suche nach einer neuen Form der Jugendbeteiligung hat die Gemeinde am Donnerstag das Pilotprojekt Achter-Rat für die achten Klassen der Blanc-und-Fischer-Gemeinschaftsschule gestartet. Schon seit sieben Jahren wird die Jugendbeteiligung in der Gemeinde großgeschrieben, wobei das jährliche Jugendforum in den vergangenen Jahren kaum noch Zugkraft hatte. Nun also der Achter-Rat, der neben verschiedenen außerschulischen Bausteinen eine Begleitung des Projekts im Gemeinschaftskundeunterricht vorsieht. 

Wichtige Beteiligung

Den Startschuss gaben Bürgermeisterin Sarina Pfründer und Verwaltungspraktikant Markus Eichhorn beim Besuch der 8c im Rathaus. Was sind die Aufgaben der Kommune? Wie ist eine Gemeindeverwaltung aufgebaut? Was sind die Rechte und Pflichten des Bürgermeisters und des Gemeinderats? Auf diese Fragen bekamen die 20 Schüler um Klassenlehrer Stefan Glaser eine Antwort. 

"Im weitesten Sinn seid ihr ein beratender Ausschuss“, erklärte Markus Eichhorn seinen Zuhörern. Wie wichtig die Beteiligung der Jugend ist, zeigte Sarina Pfründer an verschiedenen Beispielen. "Ohne das Jugendforum gebe es das Soccerfeld nicht.“ Sie zählte mit der Aufstellung des Basketballkorbs auf dem Schulhof und der Initiierung der Basketball AG weitere Erfolge der Jugendbeteiligung auf. Als "spannende Angelegenheit“ bezeichnete Markus Eichhorn den Achter-Rat und machte deutlich, dass sich die Verwaltung auf viele gute Ideen aus den Reihen der Schüler freue. "Ihr könnt euch Projekte überlegen, und je besser ihr eure Präsentation vorbereitet, je intensiver und besser ihr euch mit dem Projekt beschäftigt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich umgesetzt wird“, machte der Student deutlich.

Lange Liste

Ob jedoch ein Schwimm- oder Freibad, eine Trampolin-, Kletter- oder Go-Kart-Halle realisiert werden, darf bezweifelt werden. Denn diese Projekte würden die Schüler umsetzen, wenn sie Bürgermeister wären.
Auf der Wunschliste auch ganz oben: verschiedene Schnellrestaurants nach amerikanischem Vorbild, ein Elektrofachmarkt oder eine Stadtgalerie, die zum Zeitvertreib aufgesucht werden könnte. "Ihr verbringt euren Schultag in Sulzfeld, auch wenn ihr hier nicht wohnt, deshalb dürft ihr mitgestalten“, machte Pfründer den Schülern Mut, das Projekt anzugehen. Sie schränkte jedoch ein, dass Wünsche wie ein Schnellrestaurant oder ein Elektromarkt keine Aussicht auf Erfolg haben. "Das sind Sachen, die nicht zu den Aufgaben einer Gemeinde gehören“, verdeutlichte sie. 

Ein Rundgang durch das Rathaus beschloss den ersten Projekttag, dem im Frühjahr der Besuch der Bürgermeisterin in der Schule folgt. Der Besuch einer Gemeinderatssitzung oder die Teilnahme an einer Gemeindebegehung, die Präsentation der Projekte beim Jugendforum im April sowie die abschließende Bilanzierung des Jahres runden das Projekt ab.

 

 

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