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Nachwuchspolitiker suchen Nachfolger

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"Wir haben Einfluss auf Entscheidungen. Uns wird zugehört“, betont Melanie Puglia als Vorsitzende des Heilbronner Jugendgemeinderats. Gemeinsam mit anderen Ratsmitgliedern besucht sie dieser Tage Heilbronner Schulen, um mögliche Kandidaten zu motivieren und auf die bevorstehende Jugendgemeinderatswahl im Januar aufmerksam zu machen. 

Interessen vertreten

Auch in der Helene-Lange-Realschule schauen die engagierten Jugendlichen vorbei. Die SMV hat hier zur Veranstaltung eingeladen, doch nur wenige sind gekommen. Eben diese haben jedoch ein großes Interesse an dem, was Melanie Puglia und Aleyna Yildirim zu erzählen haben. Mit einer anschaulichen Präsentation informieren die beiden über das Gremium, dessen Aktionen, Projekte und die Wahl. Die 16-jährige Aleyna nennt begeistert Fähigkeiten, die sie erworben hat. "Zum Beispiel in Sachen Teamarbeit und Rhetorik habe ich viel gelernt. Mir fällt es nun leicht, frei vor einer Gruppe zu reden.“ Die Erfahrung, dass "die Interessen von Jugendliche ernst genommen werden“,sei für sie toll. 

Gerade diese Möglichkeit möchte die Neuntklässlerin Flavia Puglia ergreifen. Sie hat sich bereits für die bevorstehende Wahl aufstellen lassen und möchte sich nun "für Jugendliche stark machen“. Auch der 16-jährige Mehmet Sözen füllt nach der Vorstellung das Anmeldeformular aus: "Ich möchte mich für mehr Sportgelände einsetzen“, meint er. Der Arbeitskreis Freizeit und Sport sei deswegen genau der richtige für ihn. Doch noch nicht alle Interessierten sind sich in ihrer Entscheidung schon so sicher wie die beiden. Besarta Hajra ist wegen ihres Alters verunsichert: "Ich bin erst 15 Jahre alt und weiß deswegen nicht, ob ich mit den älteren Kandidaten mithalten kann.“ Immerhin kann sie auf Erfahrungen als Schülersprecherin aufbauen. "Im Jugendgemeinderat würde ich mich vor allem für die Umwelt einsetzen. Zum Beispiel könnte in Richtung Fahrradwege und Informationstage noch einiges getan werden“, meint die Zehntklässlerin.

Wahlparty

Zur Kandidatur motivieren möchte auch der Lehrer David März. Im Jugendgemeinderat sieht er eine große Chance für seine Schüler: "Abgesehen von dem Erwerb vielerlei persönlicher Kompetenzen, können die Jugendlichen ein neues Gefühl gegenüber Kommunalpolitik entwickeln und sich vor Ort engagieren.“ Persönlich würde er sich wünschen, dass der Jugendgemeinderat noch mehr auf die Interessen der Mitschüler eingeht.

Bis 8. November können sich Kandidaten für die Wahl aufstellen lassen. Der Wahlkampf muss dann von allen Bewerbern selbstständig betrieben werden: beispielsweise direkt an Schulen oder über Social Media. Im Januar wird es zudem eine Wahlparty mit Vorstellungsrunde der Kandidaten geben. 

 

 

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