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Jugendgemeinderat stellt neue Projekte vor

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Die Erstorientierung in Deutschland erleichtern: Das ist Ziel des Projektes "Hi! – Heilbronn integriert“. In der jüngsten Sitzung des Jugendgemeinderates Heilbronn erläuterte der Projektkoordinator Harry Möller den Nachwuchspolitikern das Konzept. 

Integrationsgedanke

Als Projektträger Arkus gGmbH mit der Stabstelle für Partizipation und Integration der Stadt Heilbronn vor vier Jahren das Projekt ausgeschrieben hatte, sei das Thema der Integration noch nicht so aktuell gewesen. Heute kämen jedoch viele Jugendliche zwischen zwölf und 27 Jahren ohne ausreichende Sprachkenntnisse nach Deutschland.

"Hi! – Heilbronn integriert“ wolle keine Doppelstrukturen mit neu gebildeten Projekten erstellen, sondern den Jugendlichen bereits vorhandene Projekte, auch anderer Träger, vermitteln – jedem nach seinen Fähigkeiten und Interessen, betonte Harry Möller. Viele junge Leute mit Migrationshintergrund lernten Deutsch erst in der Schule. "Da wäre es optimal, wenn sich deutsche Muttersprachler in solche Gruppen und Initiativen einbringen würden“, meinte Möller. Der Integrationsgedanke werde dann beispielsweise in künstlerischen oder sportlichen Workshops umgesetzt.

Befragung

Zweiter großer Tagesordnungspunkt der Sitzung war die Vorstellung eines anderen Projektes: "Gibt es Unterschiede in dem, was die Jugendlichen verschiedener Religionen wollen?“ Das ist Brennpunkt einer Befragung der Personengruppe von 14 bis 21 Jahren, die demnächst in Heilbronner Schulen durchgeführt werden soll, erklärte Tanja el Ghadouini, die sich an der Vorstellung des Projektes beim JGR Heilbronn beteiligt. Ideengeber sind die RAA (Regionale Arbeitsstellen für Bildung und Demokratie) und die Zentralmoschee Heilbronn. Dabei gehe es in mehreren Forschungsfragen um die Freizeitangebote für Jugendliche in Heilbronn und ihre Nutzung. Ein besonderer Fokus soll auf den Vergleich der Antworten zwischen Jugendlichen verschiedener Herkunft und Religionen, in erster Linie muslimischer Jugendlicher, gelegt werden. "Dadurch bekommen wir ein repräsentatives Ergebnis“, so Steven Franguere und David Agola von der Hochschule Heilbronn. Die Studenten im Kurs Marktforschung werden bei der Befragung und Analyse mitwirken. Das Projekt ist vorerst nur an Gymnasien und Berufsschulen möglich, hieß es. lal 

 

 

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