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Großes Stühlerücken im kleinen Ratssaal

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Kinder, wie die Zeit vergeht: Am Donnerstagabend tagte der amtierende Jugendgemeinderat der Stadt Heilbronn zum letzten Mal. Offiziell zu Ende geht seine zweijährige Legislaturperiode am Donnerstag, 15. März. Im kleinen Ratssaal des Rathauses werden die 20 Nachwuchspolitiker unter Leitung von Melanie Puglia nochmals kurz auf ihre Amtszeit zurückblicken, um danach den Stab an die jüngst gewählten Nachfolger zu übergeben. Oberbürgermeister Harry Mergel wird sie ganz offiziell in ihrem Amt verpflichten. 

Letzte Sitzung

Nicht mehr an den Sitzungen des JGR teilnehmen wird dann auch Carolin Haug, die in den letzten Jahren souverän und mit einem guten Händchen die Geschäftsstelle führte. Der Grund dafür ist ein schöner: Sie geht in Mutterschutz. Ihre Stelle wird ausgeschrieben. Bereits am Donnerstag wurde Carolin Haug von ihrem Chef "vertreten“: Thomas Brändle. Im Mittelpunkt der Sitzung standen der Rückblick und die Analyse der JGR-Wahl von Ende Januar (wir berichteten). Wie Melanie Puglia aufzeigte, lag die Wahlbeteiligung mit 54,3 Prozent (2016: 53,3 Prozent) leicht über dem Wert des letzten Urnengangs. Sie nannte das "ziemlich gut“. Die Zahl der stimmberechtigten jungen Leute zwischen 14 und 17 Jahren betrug genau 4856. Zur Wahl gestellt hatten sich 43 Schüler; 2016 waren es 53. Gewählt wurden 15 Mädchen und nur fünf Jungen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren, davon sieben von Gymnasien, fünf von Realschulen, drei von Werkrealschulen, drei von Beruflichen Schulen sowie zwei von einer Gemeinschaftsschule. Bis auf Klingenberg und Horkheim sind alle Stadtteile vertreten, die Kernstadt sogar mit elf Räten, Böckingen immerhin mit vier. 

Ideenvorschläge

Lisa Roth (17), die sich als einzige erneut zur Wahl gestellt hatte, wurde wiedergewählt. Für sie gab es am Donnerstag Händeschütteln von vielen Seiten: ebenso für den neu gewählten Marco Heine, der als Gast die Sitzung verfolgte – und prompt mit dem Handy von Rita Agirman ein Erinnerungsfoto machen durfte – wobei diesmal nur zehn von 20 Räten anwesend waren.

Anschließend berichteten Selin Yumak und Lisa Ebert von "ziemlich coolen“ Treffen mit anderen Nachwuchspolitikern, etwa in Tübingen, wo es sogar ein eigenes Jugendcafé gebe. "Das wär doch auch was für Heilbronn“, gab Elisa zu verstehen. Die Räte thematisierten weitere Ideen, die noch in Anträge an die Stadtverwaltung herangetragen werden sollen: von einem internationalen Jugendsommercamp nach Vorbild der Partnerstadt Frankfurt (Oder), einem Fußballturnier für junge Leute mit Handicap, für verlängerte Öffnungszeiten auf dem Bolzplatz im Wohngebiet Badener Hof bis hin zu zwei neuen Graffiti-Sprüh-Flächen an der Erwin-Fuchs-Brücke nach Böckingen und im Gelände oder Umfeld der Bundesgartenschau

 

 

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