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Konferenz löst Jugendgemeinderat ab

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Der Jugendgemeinderat ist tot, es lebe die Jugendkonferenz. Zum ersten Mal hat die Stadt Eppingen eine neue Form der Beteiligung ausprobiert: Schüler, Stadträte und Verwaltung haben sich im Rathaus getroffen und miteinander diskutiert. 22 Schüler aus weiterführenden Schulen haben die Gelegenheit ergriffen, um sich einzubringen. 

Neuer Weg

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"Wir konnten Fragen stellen und unsere Meinung äußern“, erklärte Laura Schiller, Neuntklässlerin der Selma-Rosenfeld-Realschule. "Wir wurden nicht abgeschmettert“, fand auch Rebecca Lukaschek, Schülerin am Hartmanni-Gymnasium. "Hören, wo der Schuh drückt“, wollte Melanie Veith (CDU). Nach dem Aus des Jugendgemeinderats im vergangenen Jahr, als sich keine Kandidaten mehr gefunden hatten, habe man sich lange Gedanken über einen neuen Weg gemacht. "Jugendbeteiligung muss sein“, sagte die Stadträtin. So sieht es auch die Gemeindeordnung vor. Die Jugendkonferenz dürfe keine einmalige Aktion sein, so Veith.

Im Dialog

Wichtig sei der Dialog, erklärte auch Andreas Fischer, Koordinator der Eppinger Kinder- und Jugendförderung. Die Verwaltung müsse entscheiden, ob und in welchem Rhythmus die Konferenz fortgesetzt werden soll. Bei der ersten Auflage jedenfalls sei lebendig diskutiert worden, sagte Fischer. Die Jugendlichen hatten sich zuvor bei drei Treffen intensiv auf vier Themenfelder vorbereitet. Die Inhalte wurden von den einzelnen Gruppen "super aufbereitet und intelligent vorgetragen“, lobte Stadtrat Michael Mairhofer (SPD). Außer ihm und Melanie Veith saßen Anna Mairhofer (Grüne) und Jörg Haueisen (FBW) mit am Tisch, außerdem noch Lehrer, Schulsozialarbeiter und Vertreter der Verwaltung.

Erste Ergebnisse

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"Die Ergebnisse können sich sehen lassen“, zog Andreas Fischer am Ende Bilanz. Ganz konkret haben die Jugendlichen ihre Wünsche formuliert. Manches davon sei nicht machbar, einiges will der Gemeinderat aber aufgreifen. Beispielsweise die Ideen, die Gartenschau im Jahr 2021 mit einem Beachvolleyballfeld für Jugendliche attraktiv zu machen oder den Wunsch, die Bereitschaft des Ruftaxis auszuweiten.

Weiteres Thema war die Mensa auf dem Campus. Die werde wenig genutzt, weil sich Schüler dort nicht wohlfühlen, das Essen nicht schmeckt und man nicht spontan einen Snack kaufen kann, erklärten die Gymnasiastinnen Nina Löser und Ida Zam. Um aber die Öffnungszeiten zu erweitern und einen Treffpunkt zu schaffen, müsse man das Konzept ändern, gab Michael Mairhofer zu bedenken. "Aber ich bin da sehr aufgeschlossen.“ Die Diskussion werde zu Resultaten führen, war er sich sicher.

Die Konferenz sei ein Erfolg, sagten die Beteiligten."Wir haben uns verstanden gefühlt“, erklärte Ida Zam. Die Zehntklässlerin plädierte dafür, die Veranstaltung im kommenden Jahr zu wiederholen. "Das bringt uns wirklich weiter.“

Mensa

Die Schüler wünschen sich die Mensa auf dem Campus am Berliner Ring als Treffpunkt und regen an, Tische, Kasse und Salatbar anders anzuordnen. Außerdem hätten sie gerne längere Öffnungszeiten und ein neues Bezahlsystem, das auch den spontanen Verzehr möglich macht. Bislang muss das Mittagessen vorbestellt sein, die Ausgabe erfolgt bargeldlos über den Mensaausweis.

 

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