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Jungen Menschen eine Stimme geben

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Auch Kinder und Jugendliche sollen politische Forderungen für ihre Stadt entwickeln und ihr Lebensumfeld mitgestalten können. Der Heilbronner Jugendgemeinderat (JGR) befasste sich in seiner Sitzung am Donnerstagabend mit Aktionen, die das Interesse von Kindern und Jugendlichen für die Politik wecken sollen, vor allem für die Kommunalwahl am 26. Mai. Außerdem ging es um ein Planspiel für Schüler namens "Pimp your town“, das im Februar zum ersten Mal nach Heilbronn kommt.

Politisches Speed-Dating

Besiegelt haben die Räte außerdem die Zusammenarbeit mit Stadt- und Kreisjugendring und dem Kinderschutzbund bezüglich der Planung eines politischen Speed-Datings für junge Wähler.

Jugendgemeinderäte, Stadt- und Kreisjugendring und Kinderschutzbund werden zunächst einen Fragebogen entwickeln, mit dem herausgefunden werden soll, welche politischen Themen den jungen Heilbronnern unter den Nägeln brennen.

Am 6. April ist in der Innenstadt vor der Stadtgalerie ein Aktionstag angesagt. Dort werden Kinder und Jugendliche nach ihren politischen Wünschen gefragt. "Wir picken uns in der Stadt zufällig junge Menschen heraus“, erklärte JGR-Vorsitzende Lisa Roth. Welche Themen sind den jungen Menschen wichtig? Was stört sie an Heilbronn? Martina Grön vom Kinderschutzbund kündigte an, dass der Kinderschutzbund-Bus, ein VW-Bus, zur der Aktion hinzustoßen wird. "Außerdem wollen wir alkoholfreie Cocktails machen.“ Aus den Interviews soll später ein Film entstehen.

Ins Gespräch kommen

Die Antworten der Kinder und Jugendlichen werden dann ins politische Speed-Dating einfließen. Dort kommen Jugendliche mit Gemeinderatskandidaten aus den unterschiedlichen Parteien ins Gespräch und können erfahren, wofür sich diese einsetzen. "Jugendliche haben andere Fragen als Erwachsene“, weiß Lisa Roth.

Der Termin für das Speeddating steht noch nicht fest. Er hängt davon ab, wann die Kandidaten Zeit haben. "Wir finden es wichtig, zum Wählen zu motivieren“, unterstrich Mirjam Sperrfechter vom Stadt- und Kreisjugendring. Wahlberechtigt sind seit 2014 bereits 16-Jährige. Außerdem sei es auch wichtig, dass erklärt werde, wie man überhaupt wähle.

Am 26. Mai organisiert der Jugendgemeinderat mit Stadt- und Kreisjugendring und Kinderschutzbund im Rahmen des Kinderschutzbundfests an der Weinsberger Straße sogar eine Art Wahllokal für Kinder und junge Leute, wo diese ihre – ganz persönliche – Stimme abgeben können. Die imaginären Wahlergebnisse werden am Ende ausgewertet. "Für uns ist das ein Instrument, um zu zeigen, dass Kinder sich auch mit Politik beschäftigen können“, erläuterte Grön.

Die Zusammenarbeit mit den Organisationen habe sich bewährt. Schon bei der Bundestagswahl 2017 wurden gemeinsam Aktionen durchgeführt, um die politische Beteiligung von jungen Menschen zu fördern, berichtete JGR-Geschäftsführerin Rebekka Rau.

Themen entwickeln

Das Planspiel "Pimp your town“, das bei Schülern das Interesse für Kommunalpolitik wecken soll, findet zwischen dem 5. und 7. Februar statt. Der Verein Politik zum Anfassen führt es zusammen mit der Stabsstelle Partizipation und Integration der Stadt und dem Jugendgemeinderat durch.

Die Schüler können im Rathaus drei Tage lang lokale Themen entwickeln, Ausschüsse bilden und Entschlüsse fassen, die die Stadträte im besten Fall aufnehmen. Schulen, die teilnehmen wollen, können sich bewerben. Der JGR bezuschusst "Pimp your town“ mit 1900 Euro. Die Jugendgemeinderäte unterstützen die Schulklassen und hoffen auf neue Ideen für ihre Arbeit.

 

 

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