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Letzte gemeinsame Aktion

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Die kleinen Töpfchen mit den Pflanzen stehen schon bereit, als am Dienstag 13 Mitglieder des Heilbronner Jugendgemeinderats (JGR) am Waldrand ankommen. Nahe der B 39 von Frankenbach in Richtung Böllinger Höfe auf der Gemarkungsgrenze Frankenbach-Neckargartach sollen 20 Elsbeeren, Baum des Jahres 2011, wachsen.

"Die Idee hatten wir schon lange, der Boden war aber im Herbst noch zu trocken", erzählt Christina Knapp. Sie ist für den JGR-Arbeitskreis Umwelt und Verkehr verantwortlich. Deshalb hält sie, bevor das Pflanzen losgeht, eine kleine Ansprache. "Die Aktion soll ein Symbol für die Umwelt sein", sagt Knapp.

Sie bedankt sich bei Förster Heinz Steiner. Er habe das alles erst möglich gemacht. "Die Bäume zu pflanzen ist eine Ausgleichsmaßnahme", erklärt er. Da am Grundelbach wegen des Baus eines Hochwasserrückhaltebeckens einige Bäume gefällt wurden, müssten nun an einer anderen Stelle wieder neue gepflanzt werden.

 

Selbst Hand anlegen

Nach einer kurzen Einführung, wie die Elsbeeren in die Erde gesetzt werden müssen, legen die Jugendgemeinderäte los: Zuerst schlagen sie einen Pflock in die Erde. Daran sollen die Jungpflanzen hinaufwachsen. Dann stechen die Jugendlichen mit einem Spaten ein 30 Zentimeter tiefes Loch in den Boden. Sie setzen die Pflanze ein, drücken die Erde um den Baum fest, schon kann dem nächsten ein Plätzchen gesucht werden.

"Die Setzlinge wurden aus dem Budget des Jugendgemeinderats bezahlt", sagt Carola Batora von der JGR-Geschäftsstelle. Fünf Euro kostete eine Pflanze. Heinz Steiner steht den Jugendlichen unterstützend zur Seite. Nach anfänglichen Unsicherheiten sind die 20 Elsbeeren – für jedes Mitglied des JGR eine – schnell gepflanzt.

In der Mitte der Baumreihen stellen die Jungen und Mädchen gemeinsam noch ein Schild mit der Aufschrift "Jugendgemeinderat HN 2010-2012" auf. Sie sind stolz auf ihr letztes gemeinsames Werk. Denn: Am heutigen Donnerstag werden im Heilbronner Rathaus die neu gewählten Jugendgemeinderäte in ihr Amt eingeführt.

 

Nachhaltigkeit

Okan Cakal, stellvertretender Vorsitzender des Jugendgemeinderats, ist die Pflanzaktion wichtig: "Wir möchten ein Zeichen für nachhaltiges Verhalten setzen." Außerdem erhofft er sich, dass auch andere Jugendliche dazu animiert werden, die Umwelt mit solchen Ideen zu schützen. Traurig, dass seine zwei Jahre Amtszeit vorbei sind, ist der 17-Jährige schon. "Aber ich möchte mich weiterhin politisch engagieren, mir vielleicht eine Partei suchen." Sein Ziel: Irgendwann in den Gemeinderat gewählt zu werden.

 

Jugendgemeinderat

Der Heilbronner Jugendgemeinderat besteht seit 1998. Die 20 Mitglieder werden jeweils auf zwei Jahre gewählt. Das Gremium setzt sich für jugendrelevante Themen in der Stadt ein und kommt in der Regel einmal pro Monat zu einer Sitzung zusammen. Jeder Jugendgemeinderat ist mindestens in zwei Arbeitskreisen vertreten, darunter Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr, Freizeit und Sport.

 

 

 


 

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