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In drei Wochen findet die Jugendgemeinderatswahl statt

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Vielleicht liegt es an den politischen Herausforderungen unserer Zeit und an einer Jugend, die sich immer mehr einmischt; die gehört werden will und unter anderem auf den Straßen lautstark ihr Recht auf eine klimafreundlichere Zukunft fordert. Dieser Einstellung folgen jedenfalls viele der 85 Jugendlichen, die sich für die Wahl zum neuen Heilbronner Jugendgemeinderat aufstellen lassen: „Ich kandidiere, um selbst Veränderungen voranzutreiben, anstatt andere für mich entscheiden zu lassen“ und „Ich möchte Schülern und Schülerinnen und den Jugendlichen Gehör bei der Stadt verschaffen“, führen zwei Kandidaten etwa in ihren Steckbriefen auf.

So oder so, das Interesse an einem Amt in dem Jugendgremium ist diesmal nicht nur doppelt so groß wie in den Vorjahren. Es hat auch seit der Gründung des Jugendgemeinderats 1998 nicht mehr so viele Kandidaten gegeben. Nach Angaben der Stadt stellten sich damals 92 Bewerber auf. Bei den Wahlen 2018 und 2020 blieb die Zahl immerhin fast konstant, damals lag sie bei 43 beziehungsweise 42. Von den 87 gemeldeten Kandidaten für die Wahl, die in drei Wochen stattfindet, haben zwei ihre Kandidatur zurückgezogen.

Anschreiben

Das große Interesse erklärt sich Rebekka Rau auch dadurch, dass die Stadtverwaltung erstmals personalisierte Briefe mitsamt Bewerbungsformular an alle 6100 Wahlberechtigten verschickt hat. Außerdem baut die im Juli 2021 geänderte Wahlordnung bürokratische Hürden ab. Bisher konnten Heilbronner Jugendliche kandidieren und wählen, wenn sie im Wahljahr 14 Jahre alt sind oder werden oder wenn sie die achte Klasse besuchen und am letzten Tag der Wahl noch nicht 18 Jahre alt waren. Nun dürfen auch Jugendliche noch mit 18 Jahren kandidieren und wählen. Das steckt den Kreis der Wahlberechtigten neu ab. „Wir haben mit den persönlichen Anschreiben auch viele Jugendliche erreicht, die keine Heilbronner Schulen, sondern welche im Landkreis besuchen“, erklärt Rathausmitarbeiterin Rebekka Rau.

Seit 2018 ist sie für zwei Jugendgemeinderäte verantwortlich gewesen, darunter das derzeit amtierende Gremium unter dem Vorsitz von Vanessa Stoisin. Trotz Einschränkung durch die Pandemie haben die Jugendräte in den vergangenen zwei Jahren viele Einblicke in die Gemeinderatsarbeit bekommen und die Verwaltung unterstützen können, etwa beim Schulentwicklungsplan, sagt Rebekka Rau und blickt zurück: „Die Regionale Jugendkonferenz mit tollen Diskussionen zwischen Landtagsabgeordneten und rund 50 bis 60 Schülern war ein richtiger Erfolg.“ Rebekka Rau hofft, dass für den neuen Jugendgemeinderat wieder mehr möglich sein wird, unter anderem Seminare zu besuchen und Ausflüge zu machen. „Was die Themen und Projekte betrifft, können die Jugendlichen selbst viel festlegen. Geplant ist aber unter anderem, den Kinder- und Jugendgipfel anzugehen, was schon vor Corona im Gespräch war.“ Auch der Nachhaltigkeitstag und die Verhandlungen für den Etat 2022, bei denen der Jugendgemeinderat berät, welches Budget er für die Jugend beantragt, stehen an.

Vorstellung

Welche Themen sie als Jugendräte angehen möchten, hat ein Großteil der Kandidaten schon in Steckbriefen beantwortet. Sie sind mit Fotos online bei Stimmt! einsehbar. Die Liste ist nicht ganz vollständig: Manche Jugendlichen kamen nicht zu den Fotoshootings oder haben keine Steckbriefe geschickt. Unabhängig davon stehen sie dennoch zur Wahl. Die Möglichkeit zu einem persönlichen Kennenlernen bietet sich bei der Kandidatenvorstellung am 17. Januar. In kurzen Beiträgen stellen sich die Bewerber in der Harmonie vor, Details zum Event folgen.

Mehr Infos

auf der Seite des Jugendgemeinderats

 

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