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Künstliches Grün und echte Freude

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Wie wird sich der neue Kunstrasen bewähren? Das war vor dem 13. EBM-Papst Hallenmasters am Wochenende die Frage. Der Praxistest ergab: Versuch gelungen. Joshua Voigt (17), Innenverteidiger bei den A-Junioren der Sportfreunde Schwäbisch Hall: "Ich finde es auf Kunstrasen deutlich besser. Es ist näher am richtigen Fußball dran." Wie er sprachen viele. Der Kunstrasen hatte den Verbandsstaffel-Kickern vom Kocher zudem Glück gebracht. Gegen die Bundesligisten von Hannover 96 gewannen sie 1:0. Die Haller Fans waren aus dem Häuschen ob dieses prestigeträchtigen Sieges: "Überwältigend, weil wir überhaupt nicht davon ausgingen, dass wir gegen einen Bundesligisten gewinnen. In sofern ist der Tag gerettet", freute sich Zuschauer Jochen Blümlein.

Bereits zum Inventar des Hallenmasters gehört Regionalliga-Schiedsrichter Marcel Beck (29) von der Schiedsrichtergruppe Künzelsau. Auch er gewann dem Kunstgrün Positives ab. "Du merkst, dass die Jungs das eher gewöhnt sind."

 

Gebremst


Karl-Heinz Beck, der für Sponsor Jako die Kontakte zu den Mannschaften hält, ging am Rande des Turnieres davon aus, dass die Spiele etwa 20 Prozent langsamer werden als auf dem üblichen Hallenboden. Marcel Beck wertete das als Vorteil für Spielfluss und Fairness. Zwar mussten die Unparteiischen gelegentlich Fouls pfeifen, einmal eine rote Karte zücken und mitunter "Rudelbildung" junger Hitzköpfe schlichten, alles in allem blieb das Turnier aber fair. Außer Muskelverhärtungen hatte das elfköpfige Physiotherapeutenteam am Samstag nichts zu behandeln. "Tut’s weh?", fragte der angehende Physiotherapeut Dennis de Pascali den Braunschweiger Keeper Björn Rührer, der sich am Oberschenkel behandeln ließ. "Kommt drauf an, wo du drückst", antwortete er diplomatisch. "Ich hab schon einiges hinter mir", erzählte der Spieler, während er sichtlich Schmerz unterdrückte. Es stammt aus Würzburg, spielte dann für Jena, jetzt ist der 17-Jährige bei Braunschweig.

 

Trikotverlosung


Auch die Zuschauer kamen auf ihre Kosten – nicht nur bei den Spielen. Sarah Hüber (21) aus Hohebach gewann zum Beispiel ein Trikot von Eintracht Frankfurt. Eigentlich ist die aktive Spielerin von Westernhausen/Krautheim Fan des VfB Stuttgart. Das gewonnene Trikot soll aber beim Training zum Einsatz kommen. Apropos Fan: Karl-Heinz Beck von Jako trug während des ganzen ersten Turniertages einen Fanschal des SC Freiburg, obwohl er bekennender Gladbach-Fan ist. Ein Freiburger Betreuer hatte ihm den Schal einfach umgehängt. Gewehrt hat sich Karl-Heinz Beck offensichtlich nicht.

Bereits in der zweiten Generation ist Familie Schober aus Niederstetten Fan von Eintracht Braunschweig. Alles begann mit Vater Manfred, der sich 1967 als kleiner Bub zur Eintracht bekannte. Die Töchter Alexandra, Katharina und Ehefrau Beate taten es ihm gleich. "Ein bis zwei Mal im Jahr sind wir in Braunschweig", erklärte Alexandra. Ansonsten besuchen sie Auswärtsspiele. Auch Alexandra gewann bei der Verlosung ein Mannschaftstrikot. Wie der Zufall es wollte, war es das Trikot der Braunschweiger. Kommentar "Endlich Fußball."


 

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