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Schöne Zukunft, triste Gegenwart

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Die Zukunft der Heilbronner Falken wird in Mannheim gestaltet, das zeichnet sich immer deutlicher ab. Offenbar hat das Gespräch, das der neue Falken-Geschäftsführer Atilla Eren mit den Verantwortlichen des DEL-Kooperationspartners Adler Mannheim führen wollte, nicht nur schnell stattgefunden, sondern auch positive Ergebnisse erbracht. Bei seiner Vorstellung vor einer Woche hatte Eren bestätigt, dass der Plan bestehe, die Zusammenarbeit mit den Adlern zu intensivieren.

Die Falken als Farmteam der Mannheimer, als Anhängsel ohne eigenes Profil? Das ist die Horrorvision der Traditionalisten unter den Heilbronner Eishockeyfans.
 

Viele Vorteile

Doch die Vorteile einer engen Partnerschaft sind beträchtlich, das haben vor allem die ersten Falken-Spielzeiten nach der Insolvenz vor zehn Jahren gezeigt. Der Vorteil war finanziell ebenso groß wie sportlich. Dass es aus der Oberliga schnell wieder zurück in die 2. Liga ging und dort sogleich die Playoffs erreicht wurden, lag ganz wesentlich an den starken jungen Spielern, die die Adler nach Heilbronn abgestellt hatten.

Talente dieser Güteklasse fast zum Nulltarif − nur die Kooperation mit den Adlern machte es möglich, im Falken-Trikot Spieler wie Danny aus den Birken, Christopher Fischer, Frank Mauer oder Matthias Plachta reifen zu sehen, die es später allesamt ins Trikot der deutschen Nationalmannschaft geschafft haben.
 

Nachwuchs fördern

Nun sieht es so aus, als wolle man in Mannheim auf der Basis eines umstrukturierten Nachwuchsförderkonzepts intensiv auf die Plattform Heilbronner Falken zurückgreifen, um in der DEL 2 Talente an die ganz hohen Aufgaben heranzuführen und ihnen die Spielpraxis zu geben, auch in Über- oder Unterzahl, die sie in der DEL kaum bekommen.

Für Atilla Eren bietet ein solches Angebot zweierlei Verlockungen: niedrigere Kosten beim Spieleretat sowie die Möglichkeit, mit hungrigen, leistungswilligen Talenten Zuschauer anzulocken, die den Falken in den vergangenen Jahren abhanden gekommen sind.
 

Auswärtspleiten

Bevor allerdings die Zukunftsperspektive konkretisiert wird, müssen sich die Falken-Fans durch die triste Gegenwart beim Drittletzten der DEL 2 quälen. An diesem Wochenende beginnt die neu eingeführte Zwischenrunde mit dem Spiel in Landshut. Nach zehn Auswärtspleiten hintereinander ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass die Falken ausgerechnet bei ihrem Auswärts-Angstgegner das Ende der tiefschwarzen Serie hinbekommen.

Trainer Igor Pawlow hat seine Mannschaft am vergangenen Sonntag nach dem 2:4 gegen Rosenheim hart kritisiert. Nun wäre eigentlich eine Reaktion fällig. "Es geht nicht um den Trainer oder um die Mannschaft. Es geht um einen Club, der sich in einer schwierigen Situation befindet", sagte Pawlow.
                    

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