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Auf und wieder ab

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Ein Spiel auf Messers Schneide, dann doch eine Niederlage, die vierte hintereinander auf eigenem Eis, weiterhin Vorletzter in der DEL 2 - es war am Schluss kein guter Sonntagabend für die Heilbronner Falken. Als Peter Kathan in der 59. Minute mit einem Distanzschuss traf, war das 1:2 (0:1,1:0,0:1) gegen den SC Riessersee perfekt. Die Garmischer nahmen Revanche für die überraschende 3:6-Pleite am Freitag gegen die Falken.
 

Strafbank

Mit ein wenig Glück hätten sie auch gewinnen können, die Heilbronner. Der harte Kern der Fans stützte den zuletzt wackelnden Trainer Igor Pawlow mit Sprechchören. Andrew Bohmbach hatte in der 16. Minute eine Unaufmerksamkeit der Falken genutzt. Der Stürmer kam von der Strafbank, keiner passte auf, Torwart Sinisa Martinovic war chancenlos, 0:1. In der 18. Minute sorgte Martinovic dafür, dass es nicht 0:2 stand. Er wurde gegen Michael Rimbeck zum Retter. Die Falken hätten in der 9. Minute in Führung gehen können, doch PJ Fenton, der freie Bahn Richtung Tor hatte, schoss vorbei.

Maximilian Kastner vergab im Mittelabschnitt die größte Chance des SC Riessersee. Er traf in der 32. Minute nur den Pfosten. Vor dem Gehäuse von SCR-Goalie Bryan Hogan gab es zwei, drei richtig brenzlige Phasen. Doch Hogan und Heilbronner Pech verhinderten lange den Ausgleich. In der 39. Minute war es dann aber soweit, 1:1. Marcel Kurth zog beherzt ab, drin war die Scheibe.
 

Konflikte auf dem Eis

Die Falken mussten nach einem Ellbogenschlag ins Gesicht von Mike Card, der schon im ersten Drittel zu einer leichten Schädelprellung geführt hatte, mit einem Verteidiger weniger auskommen. Fabian Krull, zuvor in der vierten Sturmreihe aktiv, half hinten aus. An erfahrenen Abwehrspielern ist Mangel im Falken-Kader, zumal inzwischen klar ist, dass Janis Andersons in dieser Saison nicht mehr spielen wird. Für den Letten bedeutete ein Außenknöchelbruch mit Sehnenverletzung das Aus.

Im Schlussdrittel war alles möglich. Frantisek Mrazek traf den Außenpfosten (53.), Martinovic rettete gegen Morten Lie (54.). Schiedsrichter Maximilian Plitz wurde zum Buhmann, als er den allein aufs SCR-Tor zulaufenden Mrazek zurückpfiff.

Wieder einmal trist war die Zuschauerzahl. 1025 Fans waren in die Kolbenschmidt-Arena gekommen, immerhin 87 mehr als vor einer Woche. Die Falken sind das klare Schlusslicht in der Zuschauerstatistik der zwölf DEL-2-Standorte. Seit Jahren nimmt in Heilbronn das Interesse am Eishockey ab, jetzt aber, in dieser völlig missratenen Saison, ist ein neuer Tiefpunkt markiert worden.
            

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